1. FSGS-Summer School „Rhetorik(en) der Literaturwissenschaft“ (Berlin, 23.–30. Juli 2017)

Verfasser_innen: Organisationsteam der Summer School Jennifer Bode, Simon Godart, Alexandra Ksenofontova, Anna Sophie Luhn, Eva Murašov

Vom 23. bis 30. Juli richtete die Friedrich Schlegel Graduiertenschule ihre erste internationale Summer School zum Thema „Rhetorik(en) der Literaturwissenschaft“ aus. 32 Teilnehmer_innen, in der Regel Doktorand_innen, waren aus den eingegangenen Bewerbungen ausgewählt worden.

Mit einer Führung durch die Ausstellung „Kunst und Narration“ im Hamburger Bahnhof und einer Eröffnungsfeier im Garten der Schlegel Graduiertenschule bot der 23. Juli Gelegenheit zum Kennenlernen. Prof. Dr. Jutta Müller-Tamm und das Team der Geschäftsstelle hießen die NachwuchswissenschaftlerInnen und eingeladenen ProfessorInnen an der Freien Universität willkommen; Spoken Word Poesie von Ken Yamamoto und Musik von Sonic Drilling bereicherten den Abend.

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„The Self in Verse. Exploring Autobiographical Poetry“

Bericht zur Tagung         

von Marie Lindskov Hansen                                                                    

Zeit: 9.- 11. April 2017
Ort: St Hilda’s College, University of Oxford

Über historische und kulturelle Wandlungen hinweg fasziniert die Lyrik als Modus der literarischen Selbstdarstellung. Schon in der Antike schrieben römische Dichter wie Catull und Ovid lateinische Verse, die von ihren Leben und von zentralen Episoden wie z.B. der Exilerfahrung handelten. Im Mittelalter verwendeten französische und deutsche Minnesänger wie Chrétien de Troyes und Walther von der Vogelweide Elemente des self-fashioning in ihren höfischen Liedern. Und auch seit der Renaissance haben sich etliche große Dichter mit ihren Werken in die Tradition der autobiographischen Lyrik eingeschrieben, siehe z.B. Dantes Vita Nuova, Petrarcas Canzionere, Shakespeares Sonnets, Goethes Sesenheimer Lieder, Wordsworths Prelude, um nur einige kanonische Beispiele zu nennen. Die autobiographische Repräsentation und Narration eines Selbst fungiert hier jeweils als Kern der lyrischen Praxis und verleiht dieser besonderes Potenzial: Liebesgedichte, religiöse Lyrik, historiographische und epische Gedichte oder andere Subgenres der Lyrik sind nur einige Ausdrucksformen, bei denen sich das Leben der Dichter und Dichterinnen besonders stark mit der Literatur verflochten zeigt.

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Embodied Cognition and the Goethezeit

Zeit: 14.-15. September 2015
Ort: Universität Cambridge
Tagungsbericht: Martin Danneck (Basel), martin.danneck@web.de

Das Ziel der von Charlotte Lee (Cambridge), Lore Knapp (Bielefeld) und
Katharina Engler (Berlin) organisierten Tagung „Embodied Cognition and
the Goethezeit“, die vom 14.-15. September 2015 im Murray Edwards
College der Universität Cambridge stattfand, war es, möglichen
Übereinstimmungen zwischen intellektuellen Strömungen im deutschen
Sprachraum zwischen 1750 und 1830 und den Ergebnissen moderner
Kognitionswissenschaften nachzugehen, die eine Verflechtung von
Intellektuellem und Physischem in Bezug auf die Wissensgewinnung
postulieren.

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