Sandra Richter (Stuttgart): Wie und zu welchem Ende schreibt man eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur?

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Datum/Zeit
Date(s) - 13/12/2017
19:00

Veranstaltungsort
ZfL Berlin


Literaturgeschichte wird bislang vor allem im nationalen Rahmen geschrieben. Doch erweist sich gerade die Geschichte deutschsprachiger Literatur als »shared history«: als Geschichte der deutschen, österreichischen, schweizerischen Literatur, die aus ihrem Kontakt mit anderssprachigen Nachbarn oder im Exil entsteht. Sandra Richter fragt, wie sich solche Geschichte schreiben lässt und was daraus für die Wahrnehmung deutschsprachiger Literatur folgt. Sie bezieht sich zu diesem Zweck sowohl auf Übersetzungen deutschsprachiger Texte, die sie statistisch erfasst und mit Hilfe digitaler Karten aufbereitet, als auch auf Mittlerkulturen wie die sogenannten Hugenotten. Im Ergebnis steht eine Geschichte der Kritiker, Übersetzer, Drehbuchautoren, Regisseure und Comiczeichner, die solche Literatur globalisieren. Doch was heißt hier eigentlich global? Und welche »Welt« liest, sieht oder hört deutschsprachige Literatur?