Die unsichtbare Germanistik. Über eine Debatte in ihrer Krise

Manuel Clemens promovierte 2013 an der Yale University mit einer Dissertation über „Das Labyrinth der ästhetischen Einsamkeit. Eine kleine Theorie der Bildung.“ Derzeit unterrichtet er German Studies an der Rutgers University in New Jersey. Jüngste Veröffentlichung: „Dumme Fragen beantworten. Für einen populistischen Turn in der Literaturwissenschaft“ (KulturPoetik, Heft 16, Vol. 2, 2016). In diesem Artikel schlägt er vor, dass sich die gegenwärtige Literaturwissenschaft nicht nur mit ihren kanonischen Werken und Diskursen beschäftigen sollte, sondern auch mit dummen Fragen und populistischen Themen. Würde man diesen Fragen und Themen so gewissenhaft nachgehen wie der Lektüre Kafkas oder Benjamins, könnte sich eine neue Literaturwissenschaft mit einem neuartigen Wissen im öffentlichen Raum etablieren.

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