Irmela von der Lühe
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Als literarische Reflexion auf Alltagsphänomene im Italien Mussolinis, als novellistische Vision und Warnung vor der erstarkenden NSDAP am Ende der Weimarer Republik und als narrative
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Als literarische Reflexion auf Alltagsphänomene im Italien Mussolinis, als novellistische Vision und Warnung vor der erstarkenden NSDAP am Ende der Weimarer Republik und als narrative Adaption von zeitgenössischen Theorien zu Hypnose, Massenpsychologie, autoritärem Charakter und Unterwerfungsgeist hat man Thomas Manns „tragisches Reiseerlebnis“ – so der Untertitel von Mario und der Zauberer – gelesen.
Der Vortrag möchte die autobiographischen, die diskurs- und kulturgeschichtlichen, vor allem aber die zeitgeschichtlichen Kontexte und Potentiale einer Novelle beleuchten, die nicht nur aus Anlass des Thomas Mann Gedenk-Jahres von einiger Brisanz ist; handelt sie doch sowohl von der Faszinationskraft eines „großen Mannes“ – auch wenn er ein zweifelhafter Künstler und Scharlatan ist; als auch von der fatalistischen Passivität und dem intellektuellen Voyeurismus seines Publikums.
Freie Universität Berlin
Fabeckstr. 23-25 (Holzlaube)
Raum 2.2051
14195 Berlin
Weitere Informationen
Doris Maja Krüger
Wissenschaftliche Koordinatorin
mkrueger@europa-uni.de

