In unserer Serie Drei Sätze schreiben Literaturwissenschaftler*innen über eine Textpassage, die ihnen nie aus dem Kopf ging.
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Die Schallplatte 3927 Wörter, die Käthe Kruse seit dem 1. Mai an 24 Tagen mit Ölfarbe bemalt hat, besteht aus den vertonten Wörtern, die Kruse Schlagzeilen
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Die Schallplatte 3927 Wörter, die Käthe Kruse seit dem 1. Mai an 24 Tagen mit Ölfarbe bemalt hat, besteht aus den vertonten Wörtern, die Kruse Schlagzeilen deutscher Tageszeitungen aus den Jahren 2015 und 2016 entnommen hat – Dokumenten der Verrohung von öffentlicher Sprache und ihrer Verschiebung nach rechts.
- Eine Veranstaltung im Rahmen von Berlin-KarussellMit Käthe Kruse (Stimme), Myriam El Haik (Klavier) und Edda Kruse Rosset (Schlagzeug)Ticket für den gesamten Abend inklusive Unfolded um 20.30 Uhr
€ 7,50/5 - Tickets
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Zeit
Akademie der Künste – Hanseatenweg
Hanseatenweg 10, 10557 BerlinAkademie der Künste – Hanseatenweg
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Allen Ginsberg ist zweifelsohne einer der meistgelesenen und einflussreichsten Dichter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Schreiben prägte die Literatur der Beat-Generation. Er war
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Allen Ginsberg ist zweifelsohne einer der meistgelesenen und einflussreichsten Dichter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Schreiben prägte die Literatur der Beat-Generation. Er war ein Kosmopolit, der überall auf der Welt über das schrieb, was er sah und erlebte, die Menschen und ihre Lebensumstände und was sie bewegte. Ginsberg war immer auf der Suche nach dem Anderen, dem Unbedingten und warf auch genaue Blicke auf das Politische. Er sprach mit den Bettlern auf den Straßen Indiens ebenso wie mit Henry Kissinger, den er davon zu überzeugen versuchte, den Krieg in Vietnam schnellstmöglich zu beenden. Mit seinem Langgedicht Howl schuf er eine wortmächtige Anklage gegen die dunklen Mächte seiner Zeit: »Ich sah die besten Köpfe meiner Generation, zerstört von Wahnsinn, hungernd hysterisch und nackt«, dieser rohe, aber poetisch doch genau komponierte rauschhafte Sound ist zur Legende geworden und hat leider auch heute noch Berechtigung.
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 12€
Moderation: Felix Palent
Anmeldung via E-Mail
Event Type
Zeit
Buchhandlung Knesebeck Elf
Knesebeckstraße 11, 10623 BerlinBuchhandlung Knesebeck Elf
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Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung The Magic of Art – zum Verhältnis von Kunst, Religion und Emanzipation Eine Ringvorlesung des Instituts für Religionswissenschaft
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Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung The Magic of Art – zum Verhältnis von Kunst, Religion und Emanzipation
Eine Ringvorlesung des Instituts für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin
Höhere Wahrheit per Prompt? Postfaktisch-prämoderne Diskurse über KI-Bilder
- Dr. Wolfgang Ullrich
Ideenfreiheit
Gegen alle Kritik, die KI-generierte Bilder oft erfahren, lassen sich auch mehrere Diskurse beobachten, in denen ihnen jeweils, ganz positiv, eine spezifische Wahrheitsfähigkeit attestiert wird. Dabei kann es sich um eine symbolhafte Prägnanz oder auch um eine ‚big data‘-gegründete Allgemeingültigkeit handeln. Was aber ist diese postulierte höhere Wahrheit wirklich wert? Und wie verhält sie sich dazu, dass durch KI-generierte Bilder umgekehrt viel Bildvertrauen – Glauben an eine Bildwahrheit – verloren geht?
Wolfgang Ullrich, geb. 1967, lebt als Kulturwissenschaftler und freier Autor in Leipzig, publiziert zur Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, zu bildsoziologischen Themen sowie zu digitalen Bildkulturen. – Jüngste Buchpublikationen: Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie (2022); Identifikation und Empowerment. Kunst für den Ernst des Lebens (2024); Memokratie. Soziale Medien und autoritäre Bildpolitik (2026).
Zum Livestream
Freie Universität Berlin,
Raum 2.2058 (Holzlaube),
Gebäudekomplex Fabeckstr. 23 – 25,
14195 Berlin
Event Type
Zeit
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45, 14195 BerlinFreie Universität Berlin
Neulich in Berlin
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Imaginarien der Wirklichkeit
Wie können Utopien heute noch gedacht werden? Dieser Frage widmete sich im November die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.


