In unserer Serie Drei Sätze schreiben Literaturwissenschaftler*innen über eine Textpassage, die ihnen nie aus dem Kopf ging.
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Ort: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Eberhard-Lämmert-Saal, Eingang Meierottostr. 8, 10719 Berlin Organisiert von Dirk Naguschewski ZfL-Projekt(e):
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Ort: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Eberhard-Lämmert-Saal, Eingang Meierottostr. 8, 10719 Berlin
Organisiert von Dirk Naguschewski
ZfL-Projekt(e): Nachbarschaft und Wissenschaft
How do cities preserve and conceal traces of past violence? For over a decade, artist Hadas Tapouchi has explored the relationship between urban space, architecture, and memory. Combining photography, archival research, and public engagement, her new book Memory Practice (Distanz 2026) documents sites of Nazi persecution and forced labor that have been absorbed into everyday urban life. Former industrial facilities, administrative buildings, and sites of surveillance in Berlin and across Central, Eastern, and Southeastern Europe now function as schools, restaurants, offices, cinemas, and residential buildings. Their histories are no longer noticeable in the contemporary cityscape.
Memory Practice—including essays by Hadas Tapouchi and Yael Almog—is also a reflection on photography as a form of historical inquiry and on the challenges of engaging the residues of traumatic histories. Through a restrained photographic approach, it examines the tension between historical significance and apparent normality. Which traces of violence persist in the present, and which disappear from collective memory? How do processes of normalization shape the ways societies relate to their pasts?
The evening will feature a presentation of Memory Practice followed by a conversation between Hadas Tapouchi and Yael Almog and a discussion with the public. Moderation: Dirk Naguschewski (ZfL)
Hadas Tapouchi lives and works in Berlin. Her artistic practice combines photography, video, and research-based methodologies to explore the transformation of space and the ways architecture and landscape function as repositories of knowledge. Her work has been exhibited internationally and engages with questions of memory, displacement, and the politics of the built environment.
Yael Almog is an Associate Professor of German at Durham University. She is the author of Secularism and Hermeneutics (University of Pennsylvania Press 2019). Her recent work has appeared in Modern Intellectual History, German Life and Letters, and the German Studies Review, where her article won the German Studies Association’s Best Article Prize in 2023. She edited six volumes, including the special issue “Ages of Jewish Diaspora” (Political Theology 2025).
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Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
Pariser Str. 1, 10719 BerlinLeibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
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Berlin war schon in den 60er Jahren für viele junge Menschen aus Italien, darunter auffallend viele Frauen, eine faszinierende Stadt. Wie die jungen West-Deutschen wurden
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Berlin war schon in den 60er Jahren für viele junge Menschen aus Italien, darunter auffallend viele Frauen, eine faszinierende Stadt. Wie die jungen West-Deutschen wurden sie durch Studentenbewegung und den „Mythos Kreuzberg“ angezogen. Wenn sie auch als Arbeitsmigrant:innen nach Berlin kamen, waren sie doch vornehmlich daran interessiert, neue Lebensformen auszuprobieren. Berlin hat allen Zugewandten immer etwas angeboten. Fraglich ist, ob die Stadt dieses Faszinosum gerade verliert.
Edith Pichler ist Lehrbeauftragte für Soziologie an der Universität Potsdam.
Margarita Tsomou ist Professorin für Zeitgenössische Theaterpraxis an der Hochschule Osnabrück und Mitbegründerin des Missy Magazins.
Den musikalischen Rahmen dazu geben Subsystem.
Das Café Felix bleibt zu den Summer Talks bis 20 Uhr geöffnet und lädt zum Verweilen und Weiterdiskutieren ein.
Um Anmeldung wird gebeten.
Während der Veranstaltung werden Video- und Bildaufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit der Staatsbibliothek zu Berlin angefertigt. Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie der Veröffentlichung zu nichtkommerziellen Zwecken zu.
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Staatsbibliothek zu Berlin – Unter den Linden
Unter den Linden 8 10117 BerlinStaatsbibliothek zu Berlin – Unter den Linden
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DERZEIT AUSGEBUCHT Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es wird einen Livestream geben. Wie kann queerer Widerstand gegen den Rechtsruck aussehen?
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DERZEIT AUSGEBUCHT
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Es wird einen Livestream geben.
Wie kann queerer Widerstand gegen den Rechtsruck aussehen?
Mehr denn je brauchen wir Antworten auf den Aufstieg des neuen Faschismus – Antworten, die Queer und Klasse zusammendenken.
Queerfeindlichkeit, Ausgrenzung und gesellschaftliche Abwertung sind in den Biografien der Schriftsteller Didier Eribon und Édouard Louis eng mit den Bedingungen ihrer Herkunft aus der französischen Arbeiterklasse verbunden. Dabei wird deutlich: Die Möglichkeit, offen und selbstbestimmt queer zu leben, ist keine rein persönliche Frage. Sie wird maßgeblich von sozialen und ökonomischen Verhältnissen geprägt, und davon, wie sehr gesellschaftliche Normen Menschen einengen.
Auch die Philosophin Eva von Redecker hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf die tiefen Brüche in einer Klassengesellschaft hingewiesen, die erst von neoliberalen und zunehmend von autoritären Entwicklungen verschärft werden. In ihrem aktuellen Werk zum „neuen Faschismus“ zeigt sie, dass der zunehmende „Drang nach Härte“ nicht am Rand entsteht, sondern aus der Mitte demokratischer Gesellschaften selbst – als Reaktion auf die sozialen Verwerfungen und Unsicherheiten des neoliberalen Zeitalters.
Die Moderation dieses besonderen Abends übernimmt Miriam Davoudvandi. Sie arbeitet als Journalistin, Podcasterin und Autorin. Mit ihrem jüngsten Buch „Das können wir uns nicht leisten“ beschreibt sie die alltäglichen Ausschlüsse, die durch Armut produziert werden.
Eine Kooperationsveranstaltung von Berliner CSD e.V., Helle Panke und Rosa-Luxemburg-Stiftung.
Die Diskussion findet auf Deutsch und Französisch mit simultaner Verdolmetschung statt. Da die Veranstaltung ausgebucht ist, wird ein Livestream durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung angeboten werden. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfahren Sie diese hier oder bei unseren Kooperationspartnern.
Mit Anmeldung.
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OrganisatorInnen
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 BerlinHaus der Kulturen der Welt
Neulich in Berlin
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Imaginarien der Wirklichkeit
Wie können Utopien heute noch gedacht werden? Dieser Frage widmete sich im November die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.



