In unserer Serie Drei Sätze schreiben Literaturwissenschaftler*innen über eine Textpassage, die ihnen nie aus dem Kopf ging.
Mo29Jun(Jun 29)10:00So05Jul(Jul 5)17:00Antiquarische Buchwoche vom 29.6. bis 5.7.
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Unser Bücherkeller ist voll. Wir brauchen Platz! Seit über 30 Jahren bieten wir antiquarische Bücher aus Spenden und Nachlässen an. Unser Bücherkeller ist
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Unser Bücherkeller ist voll. Wir brauchen Platz!
Seit über 30 Jahren bieten wir antiquarische Bücher aus Spenden und Nachlässen an. Unser Bücherkeller ist voll. Wir brauchen Platz! Vom 29.6. bis 5.7. ist täglich von 10 bis 17 Uhr Zeit für Buchschnäppchen: Dann gibt es Sonderangebote und Mengenrabatte, vor allem für: DDR-Literatur, Krimis, Weltliteratur, Bildbände, Kunstbücher, Philosophie, Geschichte, Marxismus und Leninismus, Klassensätze, Buchreihen, Wörterbücher u.v.m.
Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Zeit
Helle Panke e.V.
Kopenhagener Str. 9, 10437 BerlinHelle Panke e.V.
Mi01Jul18:0020:00Elvira Steppacher liest aus „Blöße“VeranstaltungsartGespräch, Lesung
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Konzeption: Irmela Marei Krüger-Fürhoff, Liza Wyludda Moderation: Liza WyluddaOrt: Habelschwerdter Allee 45, Raum KL 32/202Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
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Konzeption: Irmela Marei Krüger-Fürhoff, Liza Wyludda
Moderation: Liza Wyludda
Ort: Habelschwerdter Allee 45, Raum KL 32/202
Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
„Muss Kunst nicht unter die Haut gehen?“
Dieser Leitfrage folgend führt Elvira Steppachers Künstlerinnen-Roman Blöße (2024) sein Lesepublikum an die wenig beachtete Kunstform der (Tier-)Präparation heran. Dabei beherrscht seine Protagonistin das ‚Unter-die-Haut-Gehen‘ gleich in zweierlei Weise: als technisches Eingreifen in Körper zum Zweck ihrer Haltbarmachung und über die morbide Anziehungskraft, die ihre zwischen traditioneller Taxidermie und moderner Kunst angesiedelten Exponate durch die Evokation von ‚Natürlichkeit‘, ‚Lebendigkeit‘ und Gewalterfahrung ausüben. Mit der Tierpräparation beleuchtet Steppacher eine an der Schnittstelle von Handwerk, Kunst und Wissenschaft angesiedelte ästhetisch-materielle Praxis, in der sich Biologie-, Kolonial-, Wissenschafts- und Umweltgeschichte verdichten und das Verhältnis insbesondere westlicher Gesellschaften zur ‚Natur‘ und zu anderen Lebensformen befragbar wird. Dabei oszilliert der Roman zwischen technischer Distanz und sinnlicher Intimität, verunsichert Grenzen von ‚Künstlichkeit‘ und ‚Natürlichkeit‘ und entblößt über seine Verfahren die ambivalenten Gründe einer ästhetisierenden und konservierenden Natur-Zurichtung, auch vor dem Hintergrund vielfältiger Verlusterfahrungen in der gegenwärtigen ökologischen Krise.
Wir haben Elvira Steppacher eingeladen, aus ihrem Roman zu lesen und mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.
Elvira Steppacher, 1963 in Münster-Hiltrup geboren, lebt als freie Autorin (wieder) in Münster. 1993 wurde sie mit einer Arbeit über Leiblichkeit und Sinnlichkeit im Motiv des kranken Erzählers promoviert. Nach langjähriger Tätigkeit in der Medienbranche sowie als Geschäftsführerin und Journalistische Direktion des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses in München schreibt Steppacher seit 2019 Lyrik und Prosa, für die sie zahlreiche Arbeitsstipendien und Auszeichnungen erhalten hat.
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OrganisatorInnen
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45, 14195 BerlinFreie Universität Berlin
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Simon Schiller (Frankfurt a. M.) hält im Rahmen der Vorlesungs „Der selbstvernarrte Film“ von Prof. Dr. Dennis Göttel einen Einführungsvortrag mit dem Titel „‚I wrote
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Simon Schiller (Frankfurt a. M.) hält im Rahmen der Vorlesungs „Der selbstvernarrte Film“ von Prof. Dr. Dennis Göttel einen Einführungsvortrag mit dem Titel „‚I wrote a script that was impossible‘ – Jordan Peeles Nope (2022)“.
Simon Schiller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“. Er studierte im B.A. Filmwissenschaft und Politikwissenschaft sowie im B.Sc. Wirtschaftswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, an welcher er ebenfalls seinen M.A. Filmwissenschaft absolvierte. Seine weiteren Forschungsinteressen liegen im Bereich der Phänomenologie und Filmerfahrung, der Queer Theory sowie Musikvideos und dokumentarischer Formate.
Veranstaltungsbeginn: 10:00 Uhr c. t., 02.07.2026 im Hörsaal (Theaterwissenschaft)
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Ort
Freie Universität Berlin – Institut für Theaterwissenschaft
Grunewaldstraße 35 12165 Berlin
Freie Universität Berlin – Institut für Theaterwissenschaft
Grunewaldstraße 35 12165 BerlinFreie Universität Berlin – Institut für Theaterwissenschaft
Neulich in Berlin
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Imaginarien der Wirklichkeit
Wie können Utopien heute noch gedacht werden? Dieser Frage widmete sich im November die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.



