Eine queerfeministische Aktualisierung der kritischen Theorie unternimmt die Philosophin, Autorin und Filmemacherin Lea Schlude in ihrem Buch Lustdenken. Für einen zärtlichen Materialismus auf den Spuren Adornos (2026).
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Das Balkanromanisten Verband lädt euch herzlich zu den 17. Balkanromanistentag am 3.-4. November 2026 ein. Das Thema der Tagung ist: Friktionen: von produktiven Gewirren und
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Das Balkanromanisten Verband lädt euch herzlich zu den 17. Balkanromanistentag am 3.-4. November 2026 ein. Das Thema der Tagung ist:
Friktionen: von produktiven Gewirren und (Auf-)Brüchen in der südosteuropäischen Romania
Die Tagung findet an der Humboldt Universität zu Berlin, unter den Linden 6, 10117 Berlin, Hauptgebäude, 1. Zwischengeschoss, Raum 2249 A statt.
Programm
Dienstag, 3.11.
- 09:15
Begrüßung
Kultur- und Übersetzungswissenschaft
- 09:45 – 10:10
Miruna Bacali
Die Kreolisierung des Balkans: transnationale Perspektiven auf Siebenbürgen - 10:15 – 10:40
Matei Chihaia und Rebecca Frik
Wie viel Rumänien verbirgt sich in Patagonien? Iuliu Popper, Toponymie und koloniale Identitätsentwürfe im 19. Jahrhundert - 10:45 – 11:10
Christina Vogel
Zwischen Erinnerungskulturen: Pogrome, Deportationen, Gulag und Shoah im multiethnischen Gedächtnis Rumäniens - 11:10 – 11:30
Kaffeepause
Literaturwissenschaft I
- 11:30 – 11:55
Carmen Lăcan
Die Identitätsfragmentierung oder “Viaţa ȋncepe de mai multe ori“ in “Voci la distanţă” von Gabriela Adameşteanu - 12:00 – 12:25
Dorothee Riese
Wer erzählt die sich verändernde Welt? Eine Analyse von Subjektivität und Welt in Romani Literaturen nach 1989 in Rumänien - 12:30 -14:00
Mittagspause
Literaturwissenschaft II
- 14:00 – 14:25
Daniel-Sorin Vintilă
Fricțiuni, frecușuri, contacte, scântei în scrierile Hertei Müller - 14:30 – 14:55
Dorina Rotari
Antipoeticul ca discurs al tranziției în literatura Republicii Moldova: Eugen Cioclea și reconfigurarea poeticității - 14:55 – 15:15
Kaffeepause
Geschichte / Gegenwart
- 15.15 – 15:40
Alexander Gogun
Stalin’s liquid border on the Balkans: The Black Sea – Danube Canal as an element of the preparation of the 3rd World War: 1948-1953 - 15:40 – 16:05
Bogdan Popa
Buchhandel zwischen Bukarest und Leipzig als Modernisierungsfaktor im 19. Jahrhundert - 16:05 – 16:30
Klaus Bochmann
Rumänistik und soziale Praxis. 20 Jahre Moldova-Institut Leipzig - 16:45 – 19:00
BRV-Mitgliederversammlung (hybrid) - 20:00
Abendessen
Mittwoch, 4.11.
Sprache und Migration I: Rumänisch außerhalb Rumäniens
- 09:15 – 09:40
Adela Manolii
Româna ca limbă de moștenire în comunitățile occidentale: dimamici sociolingvistice și politici identitare - 09:45 – 10:10
Jana Weckesser
Sprache und Identitätsdynamiken in transnationalen Migrationskontexten: Eine komparative Studie rumänischer und deutscher Gemeinschaften in Spanien - 10:10 – 10:20
Kaffepause
Sprache und Migration II: Sektion Rückkehr
- 11:30 – 11:55
Cristina Bleorțu und Héctor Álvarez Mella
Spaniola vorbită de copiii migranților români întorși: menținere, uzură lingvistică și reconfigurare identitară - 12:00 – 12:25
Anamaria Radu und Alexandra Cotoc
Narațiuni ale revenirii: tensiuni identitare în imaginarul balcanic online - 12:30 – 13:13
Mittagspause
Gesellschaftliche Sprach- und Bedeutungsreibungen
- 13:30 – 13:55
Nina Krienke
Processes of political meaning-making and contentious positioning. Recent Romanian cycles of mass protest and their activists‘ motives and demands - 14:00 – 14:25
Angela Grădinaru
Dynamique évolutive de la terminologie de guerre dans la presse moldave contemporaine : emprunts, adaptations et innovations lexicales à l’ère du conflit russo-ukrainien - 14:15 – 14:40
Kaffepause - 14:40 – 15:05
Thede Kahl
Wann ist Standard? Reibungsprozesse bei der Durchsetzung und Vereinheitlichung südostromanischer Sprachen und Dialekte auf dem Weg zur Norm - 15:10 – 15:35
Anamaria-Bianca Tonț
Frazeologia românească între literal și figurat: fricțiuni cognitiv-culturale în învățarea românei ca limbă străină - 15:35 – 16:00
Fazit und Abschluss
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HU Berlin
Unter den Linden 6HU Berlin
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Der Autor im Gespräch mit Janika Gelinek Mit Mitte zwanzig wird Irmgard Keun über Nacht zum Star: In »Gilgi – eine von uns« oder
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Der Autor im Gespräch mit Janika Gelinek
Mit Mitte zwanzig wird Irmgard Keun über Nacht zum Star: In »Gilgi – eine von uns« oder »Das kunstseidene Mädchen« porträtiert sie aufstrebende, emanzipierte Frauen der Weimarer Republik – doch dann übernehmen die Nazis die Macht, Keun wird zur verfemten Autorin. Unerschrocken klagt sie gegen die Nazis, emigriert schließlich nach Amsterdam, führt im Exil eine stürmische Beziehung mit Joseph Roth und pflegt Freundschaften mit Heinrich Mann und Stefan Zweig. 1940 kehrt sie zurück nach Deutschland, doch es gelingt ihr nicht, an den Erfolg der Vorkriegsjahre anzuknüpfen. Erst in den letzten Jahren vor ihrem Tod 1982 wird ihr Werk in der Bundesrepublik wiederentdeckt – und bis heute gelesen.
Erzählerisch mitreißend entfaltet der Autor und Literaturkritiker Tobias Lehmkuhl Irmgard Keuns Biografie und unterhält sich darüber mit Janika Gelinek, Co-Leiterin des Literaturhaus Berlin.
Wer mag, kommt im Anschluss mit auf einen kurzen Spaziergang zu Irmgard Keuns Geburtshaus in der Meinekestraße 6, in unmittelbarer Nachbarschaft des Literaturhaus Berlin.
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Eine Ringvorlesung des Frankreichzentrums der Freien Universität Berlin im Rahmen des Offenen HörsaalsKonzeption: Prof. Dr. Michael Goebel (Friedrich-Meinecke-Institut) und Prof. Dr. Ulrike Schneider (Institut für Romanische Philologie)
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Eine Ringvorlesung des Frankreichzentrums der Freien Universität Berlin im Rahmen des Offenen Hörsaals
Konzeption: Prof. Dr. Michael Goebel (Friedrich-Meinecke-Institut) und Prof. Dr. Ulrike Schneider (Institut für Romanische Philologie)
In jüngerer Zeit ist die Familie zu einem zentralen Schauplatz historischer und literarischer Selbstverständigung geworden. Während die Geschichtsschreibung die Familie lange als vermeintlich private, politikferne Sphäre marginalisierte, hat sich seit den 1970er Jahren ein grundlegender Perspektivwechsel vollzogen: Familie erscheint als ein Ort, an dem sich gesellschaftliche Transformationsprozesse, historische Brüche und kollektive Erfahrungen in besonderer Weise verdichten. Die Geschichtswissenschaft zeigt aktuell Aufmerksamkeit für Familienarchive, persönliche Zeugnisse und genealogische Recherchen, die individuelle Biographien mit breiteren gesellschaftlichen Entwicklungen verbinden. Aus Frankreich wenden sich Historiker:innen– im Sinne einer Ego-Histoire – vermehrt auch ihrer eigenen Familiengeschichte zu. Parallel dazu hat die Literatur, insbesondere im französischsprachigen Raum, eine Form des Erzählens geprägt – oft gefasst als récit de filiation – in der die Suche nach Herkunft, Leerstellen und familiären Verflechtungen selbst zu einer Praxis historischer Erkenntnis wird.
Die Ringvorlesung am Frankreichzentrum greift diese Konjunkturen aus einer spezifischen Perspektive auf: Räume, Objekte und Dokumente dienen als heuristische Impulse, um Familiengeschichten zwischen Literatur und Geschichte zu erschließen. Der Dachboden, das Fotoalbum, die Postkarte, die Küche, der Pass fungieren als Speicher, Auslöser oder Symbol und strukturieren zugleich die Narrative der Erinnerung. In ihnen verdichtet sich oftmals das Familiengedächtnis: Sie machen sichtbar, was erzählt werden kann, und verweisen zugleich auf das, was fehlt, verschwiegen wird oder verloren ist.
Die Vorlesung bringt literaturwissenschaftliche, historische und soziologische Perspektiven miteinander ins Gespräch. Im Zentrum stehen Werke und Forschungsprojekte, die familiäre Archive, mündliche Überlieferungen und materielle Zeugnisse als Zugang nutzen. Dabei wird Familie als dynamische Kategorie und als Knotenpunkt verstanden, an dem sich individuelle Lebensgeschichten mit größeren historischen Dynamiken verschränken und Normen der Institution ‚Familie‘ selbst in Frage stellen. Ein besonderer Fokus liegt auf transnationalen Konstellationen, insbesondere im deutsch-französischen Kontext: Migration, Krieg, Kolonialismus, Shoah, politische Gewalt oder Diskriminierung erscheinen hier nicht als abstrakte Großnarrative, sondern als Erfahrungen, die sich in Familien einschreiben, über Generationen weitergegeben, transformiert oder auch verschwiegen, überschrieben werden. Indem die Ringvorlesung unterschiedliche Formen des Erzählens und Forschens über Familie zusammenführt, fragt sie danach, wie Familiengeschichte(n) zu einem Medium werden, in dem sich
Vergangenheit nicht nur niederschreiben und bewahren, sondern auch befragen und neu interpretieren lässt.
Die Ringvorlesung richtet sich an Studierende, Kolleg*innen und eine interessierte Öffentlichkeit. Sie wird im Rahmen des Offenen Hörsaals veranstaltet. Die Vorträge finden in Präsenz statt und werden online übertragen. Die französischsprachigen Beiträge können über Webex in der deutschen Simultanübersetzung mitverfolgt werden.
Hörsaal 1a (Rostlaube)
Gebäudekomplex Habelschwerdter Allee 45
14195 Berlin
Event Type
Zeit
OrganisatorInnen
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45, 14195 BerlinFreie Universität Berlin
Neulich in Berlin
Hindernis, Befreiung, Streitpunkt: Literarische Unverständlichkeit
Zum Workshop „Huh? Literary Incomprehensibility” an der FU Berlin.
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.



