In unserer Serie Drei Sätze schreiben Literaturwissenschaftler*innen über eine Textpassage, die ihnen nie aus dem Kopf ging.
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Teilnehmer:innen: Prof. Laura Banella (Notre Dame/FU Berlin), (Prof. Guido Cappelli (Università degli Studi di Napoli L’Orientale), Giacomo Evangelisti (Università degli Studi di Roma, La Sapienza), Carsten Flaig (Freie Universität Berlin), Prof.
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Teilnehmer:innen: Prof. Laura Banella (Notre Dame/FU Berlin), (Prof. Guido Cappelli (Università degli Studi di Napoli L’Orientale), Giacomo Evangelisti (Università degli Studi di Roma, La Sapienza), Carsten Flaig (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Bernhard Huss (Freie Universität Berlin), Prof. Antonietta Iacono (Università degli Studi di Napoli, Federico II), Nicolas Longinotti (Freie Universität Berlin), Prof. Luca Marcozzi (Università degli Studi Roma Tre), Dr. Ramunė Markevičiūtė (Freie Universität Berlin), Matteo Rimondini (Freie Universität Berlin), Dr. Tristan Spillmann (Uni Bonn) und Giacomo Venara (Scuola Superiore Meridionale, Napoli)
In englischer und italienischer Sprache
Der Workshop „Politik und Literatur vom Spätmittelalter bis zur Renaissance“ hat zum Ziel, die Entwicklung politischer Theorien in der Frühen Neuzeit anhand zeitgenössischer Texte zur königlichen Tugend zu untersuchen. Wie die Geschichtsschreibung zeigt, haben diese Theorien ihre Wurzeln in der Klassischen Antike, werden durch die mittelalterliche Tradition weitergegeben und in der ausgereiften politischen Literatur des Humanismus weiterentwickelt – einem intellektuellen Kontext, in dem sowohl die Machtstrukturen als auch die Formen der literarischen Produktion selbst bedeutende Veränderungen erfahren. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Genre der politischen Abhandlung gewidmet, das in der humanistischen Literatur eine zentrale Stellung einnimmt als normativer Rahmen, der darauf abzielt, Herrscher hinsichtlich des tugendhaften Verhaltens zu beraten, das als notwendig erachtet wird, um Macht zu erlangen und zu bewahren. Diese Abhandlungen sind oft als specula principis strukturiert und reihen sich in eine Tradition ein, die mindestens bis ins Mittelalter zurückreicht, sodass sich ein breites Spektrum an beteiligten Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen und historisch-literarischen Epochen ergibt.
Mit freundlicher Unterstützung des Dahlem Humanities Center im Rahmen des Dahlem Junior Host Projects
| Day 1 | Day 2 |
| 14:30-15:00: Introduction. 15:00-16:30:Prof. Laura Banella (Notre Dame/FU Berlin) Literature and politics: reflections based on the manuscript Saibante-Hamilton 390;Carsten Flaig (FU Berlin) The political significance of origin stories in humanism;Giacomo Evangelisti (Sapienza – Roma) Between Norms and Representations: Gender and Ecclesiastical Politics in Baudonivia’s Vita Radegundis.Discussion. 16:30-17:00: Coffee break 17:00-18:30:Prof. Guido Cappelli (L’Orientale – Napoli) Political letters and specula principis;Prof. Antonietta Iacono (Napoli – Federico II): The ‘felicitas’ of a Pope: Pius II in Porcelio de’ Pandoni’s De felicitate temporum Pii II;Dr. Tristan Spillmann (Uni Bonn) Dialogical Deconstruction as an Ideological Foundation: Poggio Bracciolini’s De vera nobilitate and its Political Dimension.Discussion 19:00: Dinner. | 9:30-11:00:Prof. Dr. Bernhard Huss (FU Berlin), Virtue and political (in)stability in Petrarch;Prof. Luca Marcozzi (Roma 3 – Roma) Petrarch and the legacy of his specula principum in the Renaissance;Matteo Rimondini (FU Berlin), Coluccio Salutati between virtues and politics. Discussion. Discussion. 11:00-11:30: Coffee break. 11:30-13:00:Dr. Ramunė Markevičiūtė (FU Berlin) The Magnanimus in Lithuania. The Reception of Antonio Beccadelli’s De dictis et factis Alphonsi Regis Aragonum in the theological-political work of Jonas Gruževskis (1578–1646);Nicolas Longinotti (FU Berlin) Anger and military leadership between Italian and Spanish epic poems;Giacomo Venara (SSM – Napoli), ‘Political hero’ in the tradition of Renaissance heroic poem.Discussion and Greetings. |
Teilnahme in Präsenz und digital per WebEx möglich. Bitte senden Sie uns eine Mail (italzen@zedat.fu-berlin.de) für den Erhalt der Zugangsdaten.
Raum KL 29/208
Event Type
Zeit
OrganisatorInnen
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45, 14195 BerlinFreie Universität Berlin
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Mit „Wissenschaft und Leben“ legt Michael Borgolte, einer der prägenden Mediävisten der Gegenwart, Gründungsdirektor des Instituts für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Ordentliches
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Mit „Wissenschaft und Leben“ legt Michael Borgolte, einer der prägenden Mediävisten der Gegenwart, Gründungsdirektor des Instituts für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und Ordentliches Akademiemitglied, eine ebenso persönliche wie fachgeschichtlich aufschlussreiche Bilanz seiner drei Jahrzehnte währenden Tätigkeit an der Humboldt-Universität zu Berlin vor.
Der Band verbindet wissenschaftliche Selbstvergewisserung mit einer problemorientierten Zeitdiagnose und zeichnet die Transformation der Geschichtswissenschaft im Kontext der deutschen Einheit nach. Zugleich dokumentiert er die Entstehung neuer institutioneller Strukturen und Forschungszusammenhänge, die Borgolte als akademischer Gestalter maßgeblich mitgeprägt hat. Gerade dieser Transformationsprozess der „Nachwendezeit“ an den ostdeutschen Universitäten wird aktuell wieder diskutiert und kritisch hinterfragt, das Thema entbehrt dadurch nicht einer tagespolitischen wie zeitgeistigen Brisanz. Michael Borgolte steht pars pro toto für eine erste Generation von jungen westdeutschen Wissenschaftlern, die nach 89/90 diesen Transformationsprozess strukturell, inhaltlich wie menschlich gestalten mussten.
Begrüßung: Christoph Markschies (Akademiepräsident), Moderation: Benjamin Scheller (Universität Duisburg Essen).
Event Type
Zeit
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Markgrafenstraße 38, 10117 BerlinBerlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Di29Sep18:3020:00Patrick Radden KeefeLondon FallingVeranstaltungsartBuchvorstellung, Gespräch
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In a bravura feat of reporting and writing, bestselling author Patrick Radden Keefe chronicles the quest of one family to understand what happened to their
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In a bravura feat of reporting and writing, bestselling author Patrick Radden Keefe chronicles the quest of one family to understand what happened to their son Zac, who ostensibly jumped to his death from a luxury tower on the banks of the Thames. Radden Keefe discusses the reporting behind the book and what Zac’s story reveals about wealth, power, and corruption in today’s globalized world, peeling back layers of mystery and exposing the seedy truths behind the glamorous London of posh mansions and private nightclubs, a city in which everything is for sale, and aspirational fantasies are underwritten by dirty money and corruption.
Moderated by Musa Okwonga, writer, poet and musician
Villa Elisabeth, Saal
Invalidenstraße 3
10115 Berlin
Event Type
Zeit
The American Academy in Berlin
Am Sandwerder 17-19, 14109 BerlinThe American Academy in Berlin
Neulich in Berlin
Hindernis, Befreiung, Streitpunkt: Literarische Unverständlichkeit
Zum Workshop „Huh? Literary Incomprehensibility” an der FU Berlin.
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.



