In unserer Rubrik Fragebogen.doc stellen wir in loser Folge aktuelle literaturwissenschaftliche Promotionsprojekte aus Berlin vor.
Heute: Fanny Helena Wehner vom EXC 2020 Temporal Communities (Freie Universität Berlin), dem Institut für Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL).
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Russland fasziniert und beschäftigt die deutsche Politik und Gesellschaft seit Jahrhunderten. Dabei geht es weniger um ein Abbild des realen historischen oder gegenwärtigen Russlands, sondern
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Russland fasziniert und beschäftigt die deutsche Politik und Gesellschaft seit Jahrhunderten. Dabei geht es weniger um ein Abbild des realen historischen oder gegenwärtigen Russlands, sondern um die Idee „Russland“.
Sie dient als Projektionsfläche für Hoffnungen, Ängste und Erwartungen und hat oft mehr mit innerdeutschen Debatten und Befindlichkeiten zu tun als mit dem östlichen Nachbarn selbst.
Für ihr neues Buch hat Gwendolyn Sasse die Wahrnehmungen Russlands in Ost- und Westdeutschland anhand sozialwissenschaftlicher Methoden untersucht. Mit Gästen aus Politik und Kultur diskutiert sie, wie bestimmte Vorstellungen von Russland vor 2022 Illusionen in der Russlandpolitik beförderten und wie sie bis heute fortwirken und russische Desinformationskampagnen auf fruchtbaren Boden fallen lassen.
- Gwendolyn Sasse ist wissenschaftliche Direktorin des Zentrums für Osteuropa- und Internationale Studien in Berlin, Akademiemitglied und Einstein-Professorin für Vergleichende Demokratie- und Autoritarismusforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin.
- Nils Schmid ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2025 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung .
- Anne Rabe ist eine deutsche Schriftstellerin. Ihr Debütroman Die Möglichkeit von Glück wurde 2023 für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert.
- Moderation: Silvia Stöber, Senior Reporterin bei CORRECTIV
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS).
Event Type
Zeit
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Markgrafenstraße 38, 10117 BerlinBerlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
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Im Rahmen des Festivals Barrio | Bairro Berlin Wenn lateinamerikanische Autor*innen mitten in Europa auf Spanisch oder Portugiesisch schreiben,
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Im Rahmen des Festivals Barrio | Bairro Berlin
Wenn lateinamerikanische Autor*innen mitten in Europa auf Spanisch oder Portugiesisch schreiben, entstehen ganz neue Perspektiven. Doch für wen entstehen diese Geschichten eigentlich? Und wie verändert das Leben in Europa den Blick auf Lateinamerika?
Wenn lateinamerikanische Autor*innen mitten in Europa auf Spanisch oder Portugiesisch schreiben, entstehen ganz neue Perspektiven. Doch für wen entstehen diese Geschichten eigentlich? Und wie verändert das Leben in Europa den Blick auf Lateinamerika? Ein Gespräch mit zwei Fachleuten und zwei Autor*innen, die sich künstlerisch und wissenschaftlich mit dem Thema Diaspora in Deutschland und Europa auseinandersetzen. Was bedeutet es, über nationale Grenzen hinweg zu schreiben? An wen wenden sich die Autor*innen, die in Europa leben und auf Spanisch oder Portugiesisch schreiben? Ziel der Veranstaltung ist es, Formen der literarischen Produktion und des lateinamerikanischen Wissens sowie die Möglichkeiten und Risiken von Vermittler*innen zu diskutieren, die im europäischen Raum außerhalb des lateinamerikanischen Kontinents arbeiten.
Mit: Jorge Locane (University of Oslo), Esther Andradi (Berlin), Felipe Sáez Riquelme (Siesta Verlag)
Moderation: Jenny Haase (Universität Potsdam)
Veranstaltung kuratiert von Barrio | Bairro Berlin in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis des IAI und dem Ibero-Amerikanischen Institut. Mit freundlicher Unterstützung des Hauptstadtkulturfonds.
Event Type
Zeit
Iberoamerikanisches Institut
Potsdamer Straße 37 10785 BerlinIberoamerikanisches Institut
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Im Rahmen von „What’s to Celebrate? America at 250“ Gesprächsleitung: Bernd Greiner, Lübeck
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Im Rahmen von „What’s to Celebrate? America at 250“
Gesprächsleitung: Bernd Greiner, Lübeck
Event Type
Zeit
Einstein Forum
Am Neuen Markt 7, 14467 PotsdamEinstein Forum
Neulich in Berlin
Hindernis, Befreiung, Streitpunkt: Literarische Unverständlichkeit
Zum Workshop „Huh? Literary Incomprehensibility” an der FU Berlin.
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.


