In unserer Serie Drei Sätze schreiben Literaturwissenschaftler*innen über eine Textpassage, die ihnen nie aus dem Kopf ging.
Details
Zur Anmeldung Veranstaltung mit Simultanübersetzung Französisch/Deutsch ⇒_Programm als PDF_
Details
Veranstaltung mit Simultanübersetzung Französisch/Deutsch
9:00–9:30 Uhr – Empfang und Eröffnung
Begrüßungsworte: Jay Rowell (Centre Marc Bloch), Christian Stertz (BMFTR), Thomas Michelon (Botschaft/IFA), Silvia von Steinsdorff (HU)
Eröffnung: Florian Mazel (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), Fabien Théofilakis (CMB)
09:30–10:30 – Panel 1
Marc Bloch zwischen Territorien und Zugehörigkeiten: Lyon und das Elsass im Vergleich
Moderation: tbc
Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)
Vorträge
Andreas Girbig (emlyon business school), „Der Historiker Marc Bloch und die Stadt Lyon – Ort des Schicksals und der Erinnerung“
Catherine Maurer (Université de Strasbourg), „La place de l’Alsace dans la biographie et l’œuvre de Marc Bloch“
10:30–11:30 – Panel 2
Marc Bloch zwischen wissenschaftlichen Netzwerken und der Internationalisierung der Geschichtswissenschaft: Zeitschriften, intellektuelle Zirkulationen und wissenschaftliche Projekte auf europäischer Ebene
Moderation: tbc
Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)
Vorträge
Agnès Graceffa (Université libre de Bruxelles), „Restaurer une histoire européenne après le traumatisme de la Première Guerre mondiale : Bloch, Febvre, Pirenne et le projet de revue internationale d’histoire économique et sociale“
Frank Müller (Université Paris-Nanterre / CMB), „Drei Zeitschriften der 1930er Jahre: Annales d’histoire économique et sociale, Annales sociologiques, Zeitschrift für Sozialforschung“
11:30–12:30 – Panel 3
Marc Bloch als Mediävist heute – deutsch-französische Perspektiven
Moderation: tbc
Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)
Vorträge
Florian Mazel (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), „Entre révérence et référence. Marc Bloch dans les travaux des médiévistes français de Georges Duby à nos jours“
Klaus Oschema (DHI Paris), „Verschwiegen, vermieden, verehrt? Wahrnehmung und Rezeption Marc Blochs in der deutschen Mediävistik“
12:30–13:30 – Mittagspause
13:30–14:30 – Panel 4
Marc Bloch zwischen historischen Methoden und Analyseebenen: zur Frage der Erneuerung historiographischen Schreibens
Moderation: tbc
Einleitende Lesung
Briefe und Notizen Marc Blochs (1939–1941)
Vorträge
François-Olivier Touati (Université de Tours), „Marc Bloch et l’Europe“
Moritz Neuffer (EHESS Paris / CMB), „Der Wert des Gewöhnlichen. Marc Bloch und die Alltagsgeschichtsschreibung im 20. Jahrhundert“
14:30–15:30 – Panel 5
Marc Bloch zwischen Politik und Nachwirkungen: Résistance, Engagement und historiographische Verwendungen Marc Blochs
Moderation: tbc
Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)
Vorträge
Isabelle Lacoue-Labarthe (Sciences Po Toulouse), „Marc Bloch au Panthéon… des historiens. Variations et récurrences de la référence à Marc Bloch dans les écrits autobiographiques d’historien.ne.s français.es“
Eva Raynal (Université de Mayotte), „Marc Bloch lu par Jorge Semprún : entre résistance et engagement exemplaires“
15:30–16:00 – Pause
16:00–17:00 – Panel 6
Marc Bloch zwischen Engagement und Vermittlung: Der Intellektuelle in der Gesellschaft
Moderation: tbc
Einleitende Lesung
Lesung aus Texten von Marc Bloch (auf Französisch und Deutsch)
Vorträge
Charlotte Jacq (Sciences Po Paris), „Marc Bloch sur l’éducation. L’engagement du savant dans la cité et le programme de grands travaux éducatifs pour la promotion de l’intelligence critique“
Matis Bloch (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), „Marc Bloch contre le politique ? Retour sur l’interprétation historiographique du rapport au politique des Annales“
17:00–18:00 – Podiumsdiskussion
Marc Bloch heute: Was bedeutet kritische Geschichte für junge Generationen?
Mit:
ausgewählten Forscher*innen des Tages
einer Delegation von Berliner Schüler*innen
Moderation tbc
18:30–20:00 Uhr – Rückgabezermonie in der französischen Botschaft in Berlin (in Zusammenarbeit mit der CIVS)
Zwischen 1941 und 1944 wurde die Pariser Bibliothek von Marc Bloch von den Nazis geraubt.
Sieben der von den Nazis entwendeten Werke werden der Familie zum Abschluss des Kolloquiums zurückgegeben.
Musikalische Einleitung – Lebensmelodien
Begrüßungsworte
Marie-Bénédicte Vincent (Universität Besançon), „Die geraubte und teilweise zurückgegebenen Bibliothek von Marc Bloch“
Musikalisches Intermezzo – Lebensmelodien
Übergabe der sieben Werke an Matis Bloch (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne)
Musikalischer Ausklang – Lebensmelodien
Organisationskomitee: Camille Colleu (CMB), Florian Mazel (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne), Chloé Risbourque (CMB), Fabien Théofilakis (CMB).
Wissenschaftlicher Beirat: Michael Goebel (Freie Universität, Berlin), Paul Gradvohl (Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne), Nelssy Kinzonzi (Universität Straßburg / Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, CMB), Nathalie Moine (CNRS, CMB), Pierre Monnet (EHESS), Steffen Patzold (Universität Tübingen), Jay Rowell (CMB)
Centre Marc Bloch, Friedrichstraße 191, 10117 Berlin
Kontakt: pantheonisation@cmb.hu-berlin.de
Event Type
Zeit
Centre Marc Bloch
Friedrichstrasse 191Centre Marc Bloch
Details
Ticket: Eintritt frei! Wolfgang Heise (1925–1987) war ein Fixstern kritischen Denkens in der DDR. Heiner Müller hielt ihn für den einzigen DDR-Philosophen, der
Details
Ticket: Eintritt frei!
Wolfgang Heise (1925–1987) war ein Fixstern kritischen Denkens in der DDR. Heiner Müller hielt ihn für den einzigen DDR-Philosophen, der es nicht verdient habe, in den »Inszenierungen des Vergessens« der 1990er Jahre zu versinken. Dennoch ist sein Werk heute kaum mehr bekannt. Im kulturwissenschaftlichen Diskurs der Gegenwart war sein Name noch bis vor Kurzem abwesend. Erst in jüngster Zeit, zuletzt anlässlich seines 100. Geburtstages, melden sich Stimmen zu Wort, die auf ein neu entfachtes Interesse an Werk und Wirken Heises hindeuten. Aber was hat uns Heise heute noch – oder wieder – zu sagen? Wie sind seine Texte, Interventionen und Denkbewegungen historisch zu lesen? Ziel ist es, bislang vereinzelte Forschungsperspektiven zusammenzuführen, Heises Arbeiten in ihren politisch-epistemologischen Kontexten zu verorten und ihre kritisch-emanzipatorischen Impulse auf Aktualisierbarkeit hin zu befragen – in einem Austausch zwischen Forschung und Zeitzeug:innen, der offene Fragen, blinde Flecken und produktive Reibungen sichtbar machen und Heises Denken als Herausforderung zeigen soll.
Koordination Anne Gräfe, Jan Loheit und Lukas Zittlau
28.5.
14:00 Begrüßung und Einführung
14:30 Lukas Zittlau Aktualität und Historizität. Zu einer intellektuellen Biographie von Wolfgang Heise
15:15 Renate Reschke Wolfgang Heises Entwurf einer Weltkulturgeschichte: Vom Dilemma eines Europa-Zentrismus
16:00 Kaffeepause
16:30 Christian Dietrich Entmenschlichung als Methode, Vernichtungsbereitschaft als Ziel. Wolfgang Heises Überlegungen zum Verhältnis von Antisemitismus und Antikommunismus
29.5.
09:30 Jan Loheit Der Schild des Achill und das Spannungsfeld des Ästhetischen
10:15 Frieder Stange Über »Die Ästhetik des Widerstands« in der Berliner Ästhetik
11:00 Kaffeepause
11:30 Anne Gräfe Elemente einer Widerspruchsästhetik bei Wolfgang Heise
12:15 Holger Brohm Das Tragische als ästhetisch Unbewusstes? Überkreuzende Lektüren von Heise und Rancière
13:00 Mittagspause
14:45 Michael Schilar Goethes »Über allen Gipfeln…« und die Eigenart des Poetischen. Wolfgang Heises Wanderung auf den Kickelhahn
15:30 Jule Reuter Zur privaten Kunstsammlung Wolfgang Heises. Was erzählt der Nachlass über sein Verhältnis zu bildenden Künstler:innen seiner Zeit?
16:15 Kaffeepause
16:45 Jürgen Kuttner: Bild und Begriff (Zwei Videoschnipsel)
30.5.
09:30 Martin Küpper Philosophie als Krisenbewusstsein. Wolfgang Heises Beitrag zur Ideologienlehre
10:15 Konstantin Baehrens Heise »und Hegel«
11:00 Kaffeepause
11:30 Kathrin Witter Adorno und Heise
12:15 Hans-Peter Krüger Wahrheit und öffentliche Kommunikation. Zu Adorno und Habermas aus Gesprächen mit Heise
13:00 Hans-Christoph Rauh: Heise als Autor der Deutschen Zeitschrift für Philosophie (1957-1966)
14:00 Schlussworte
Ein Kooperationsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung
Event Type
Zeit
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestraße 125, 10115 BerlinLiteraturforum im Brecht-Haus
Do28Mai18:1519:45RV The Magic of Art: Dietmar DathDas Sakrament des BriefesVeranstaltungsartVortrag
Details
Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung The Magic of Art – zum Verhältnis von Kunst, Religion und Emanzipation Eine Ringvorlesung des Instituts für Religionswissenschaft
Details
Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung The Magic of Art – zum Verhältnis von Kunst, Religion und Emanzipation
Eine Ringvorlesung des Instituts für Religionswissenschaft der Freien Universität Berlin
Das Sakrament des Briefes
- Dietmar Dath
Schriftsteller
Zum Livestream
Freie Universität Berlin,
Raum 2.2058 (Holzlaube),
Gebäudekomplex Fabeckstr. 23 – 25,
14195 Berlin
Event Type
Zeit
Freie Universität Berlin
Habelschwerdter Allee 45, 14195 BerlinFreie Universität Berlin
Neulich in Berlin
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Imaginarien der Wirklichkeit
Wie können Utopien heute noch gedacht werden? Dieser Frage widmete sich im November die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für literaturwissenschaftliche Studien.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.


