Zum Workshop „Huh? Literary Incomprehensibility” an der FU Berlin.
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In den aktuellen Zeiten verschärfter Krisenrhetoriken tritt der Begriff der Kultur erneut auf den Prüfstand, denn Krisen entstehen nicht außerhalb, sondern innerhalb kultureller Ordnungen, sie
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In den aktuellen Zeiten verschärfter Krisenrhetoriken tritt der Begriff der Kultur erneut auf den Prüfstand, denn Krisen entstehen nicht außerhalb, sondern innerhalb kultureller Ordnungen, sie werden kulturell wahrgenommen, gedeutet und bearbeitet. Die Tagung Kritik & Kultur/Criticism & Culture widmet sich in drei großen Themenblöcken – Ökologie, Ökonomie und Ästhetik – Fragen nach der Praxis, medialen Formen und theoretischen Konzepten von Kritik und untersucht den Status von Kultur(en) im Spannungsfeld von Tradition und Innovation, Macht und Subversion sowie Globalität und Lokalität. In der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Selbstverständlichkeiten, sozialen Machtverhältnissen, Wahrheitsregimen, politischen Aus- und Überblendungen stehen auch die Leistungsfähigkeit der Kulturwissenschaften ebenso wie die Methoden und Ansätze kulturwissenschaftlicher Theoriebildungen selbst auf dem Prüfstand.
Die Tagung findet an drei Orten in Berlin statt: der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (Eröffnungsveranstaltung und Keynotes), dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin (parallele Panels am Nachmittag) sowie am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (Lesung). Ein detailliertes Programm wird in Kürze einsehbar sein.
Eine Veranstaltung der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft (KWG) in Kooperation mit der BBAW, dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung in Berlin
Organisatorinnen: Carolyn Iselt (KWG), Eva Geulen (ZfL, BBAW), Britta Lange (Humboldt-Universität zu Berlin), Sarah Schmidt (BBAW)
ALLE INFORMATIONEN ZUR ANMELDUNG ZUR JAHRESTAGUNG FINDEN SIE HIER
Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist erforderlich (ANMELDEMODALITÄTEN ).
Für die Eröffnungsveranstaltung an der BBAW mit dem Performer Çaglar Yigitogullar und der Autorin Mithu Sanyal können Abendtickets erworben werden.
PROGRAMM
| 16.9.2026 | ||
|---|---|---|
| ab 16:00 | Kongressbüro geöffnet, Anreise der Teilnehmenden | BBAW |
| 18:00–22:00 | Begrüßung und Grußworte: Christoph Markschies (Präsident der BBAW) und Birgit Stammberger (Universität Lübeck, 1. Vorsitzende der KWG)Inhaltliche Einführung: Carolyn Iselt (Uni Wuppertal), Britta Lange (HU Berlin), Sarah Schmidt (BBAW) | BBAW, Leibniz-Saal |
| Performance „Zu verschenken“ Çaglar Yigitogullar in Kooperation mit dem Theater Lübeck, anschließende Diskussion mit Knut Winkmann (Theater Lübeck), Moderation: Tobias Schank | ||
| Vortrag: Mithu Sanyal (Schriftstellerin) Gespräch mit Birgit Stammberger | ||
| Für die Eröffnungsveranstaltung an der BBAW können Teilnehmende, die nicht den gesamten Kongress besuchen möchten, Abendtickets für 10 EUR erwerben. Eine Anmeldung ist erforderlich. |
| 17.9.2026 | ||
|---|---|---|
| 9:00–10:30 | Keynote 1: David Simo (Université de Yaounde I, Kamerun) Interkulturalität und Wissensproduktion | BBAW, Leibniz-Saal |
| 10:30–11:00 | Kaffeepause, Verlagsgasse und kurze Buchvorstellung (AGYA) | BBAW, Leibniz-Saal |
| 11:00–12:30 | Keynote 2: Christine Blättler (Christian Albrechts Universität Kiel) Kritische Praxis in den Kulturwissenschaften | BBAW, Leibniz-Saal |
| 12:30–14:00 | Mittagspause | |
| 14:00–16:00 | parallele Panels | HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft |
| 16:00–18:00 | parallele Panels | HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft |
| 16:00–18:00 | Mitgliederversammlung KWG | BBAW, Lise-Meitner-Saal |
| 19:00–21:00 | Lesung & Diskussion mit Judith Schalansky Moderation: Gabriele Dürbeck (Universität Vechta) | ZFL |
| 18.9.2026 | ||
|---|---|---|
| 9:00–10:30 | Keynote 3: Damien Tambini (London School of Economics) Digitality and Democracy | BBAW, Leibniz-Saal |
| 10:30–11:00 | Kaffeepause, Verlagsgasse und kurze Buchvorstellung (AGYA) | BBAW, Leibniz-Saal |
| 11:00–12:30 | Keynote 4: Sarhan Dhouib (Universität Wien) Unübersetzbarkeit und die Frage nach einem gelungenen interkulturellen Philosophieren | BBAW, Leibniz-Saal |
| 12:30–14:00 | Mittagspause | |
| 14:00–16:00 | parallele Panels | HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft |
| 14:00–16:00 | Das Archiv der BBAW Zum kritischen Umgang mit dem kulturellen Erbe am Beispiel von Kunstwerken aus der DDR – Bestandsrepräsentation, Einführung und Podiumsdiskussion Anmeldung erforderlich: archiv@bbaw.de | BBAW |
| 16:00–18:00 | parallele Panels | HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft |
| ab 18:30 | Empfang für Mitglieder der KWG (Anmeldung erforderlich: carolyn.iselt@bbaw.de) | BBAW, Dachterrasse |
| 19.9.2026 | ||
|---|---|---|
| 9:00–10:30 | Keynote 5: Mieke Bal (Universität Amsterdam) Intermediality in Proust: from looking to seeing | BBAW, Leibniz-Saal |
| 10:30–11:00 | Kaffeepause, Verlagsgasse und kurze Buchvorstellung (AGYA) | BBAW, Leibniz-Saal |
| 11:00–12:30 | Keynote 6: Ernst van Alphen (Leiden University) The Power of Objectivication | BBAW, Leibniz-Saal |
| 12:30–14:00 | Mittagspause | |
| 14:00–16:00 | parallele Panels | HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft |
| 14:00–16:00 | Stadtspaziergang „Kontaminiert werden“ | |
| 16:00–18:00 | parallele Panels | HU Berlin, Institut für Kulturwissenschaft |
Kongress-Programm: Kritik und Kultur, Stand 29.07.2026 (pdf, 733 KB)
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Zeit
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Markgrafenstraße 38, 10117 BerlinBerlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
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In Deutschland ebenso wie in Frankreich und auf der Ebene der Europäischen Union lässt sich eine zunehmende Mobilisierung der Verteidigungsapparate, der finanziellen Investitionen in die
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In Deutschland ebenso wie in Frankreich und auf der Ebene der Europäischen Union lässt sich eine zunehmende Mobilisierung der Verteidigungsapparate, der finanziellen Investitionen in die Rüstungsindustrie sowie jener politischen Bestrebungen beobachten, die die militärischen Institutionen wieder ins Zentrum der Gesellschaften rücken. Diese Entwicklungen vollziehen sich in einem geopolitischen Kontext, der durch multiple Kriege geprägt ist, insbesondere durch die groß angelegte Invasion der Ukraine auf europäischem Boden sowie durch eine Eskalation schwerwiegender Verletzungen des Völkerrechts, insbesondere durch den Genozid in Gaza.
Parallel dazu verstärken sich auch die Widerstände gegen die europäischen Remilitarisierungsprogramme. Diese werden maßgeblich von sozialen Bewegungen sowie von zivilgesellschaftlichen und aktivistischen Initiativen getragen, die von Streiks der Hafen- und Flughafenarbeiter:innen über Schulstreiks in Deutschland bis hin zu Praktiken des zivilen Ungehorsams, des Boykotts und der Sabotage reichen. Ebenso wird die zunehmende Vermischung von ziviler und militärischer Forschung sowie die damit verbundenen Entwicklungen kritisch thematisiert.
Um diese gegenwärtigen Phänomene historisch einzuordnen, untersucht das Kolloquium kritische Wissensbestände, die aus den europäischen politischen und intellektuellen „antimilitaristischen“ Traditionen hervorgegangen sind – von ihrer Entstehung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. Dabei werden unter anderem die internationalistischen Mobilisierungen von 1914-1918, die Frauenfriedensbewegungen der 1980er Jahre sowie die antiimperialistischen Kämpfe und die Dekolonisierungskriege in den Blick genommen. Im Einklang mit der heterogenen Beschaffenheit antimilitaristischer Theorien und Praktiken werden die Referent:innen ausgehend von einer Pluralität disziplinärer Zugänge (Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie und Kritische Theorie) neue Lektüren vergangener Kämpfe. Dabei bleibt es jeweils ausschlaggebend, das Vergangene mit den Koordinaten der Gegenwart in Beziehung zu setzen. Das Kolloquium sollte daher auch Einblick in die heutigen antimilitaristischen Debatten gewähren, beispielsweise in die Reaktivierung von Mobilisierungsmechanismen der Bevölkerung (freiwillige nationale Dienste, Reservepolitiken), die Zusammenhänge zwischen Militarismus und Imperialismus, zwischen Militarismus und der gegenwärtigen Polykrise sowie dem neoliberalen Kapitalismus, die Unterschiede zwischen Antimilitarismus und Pazifismus, die komplexen Verhältnisse zwischen militärischer Unterstützung für ein angegriffenes Volk und der Kritik an Dynamiken kriegerischer Eskalation auf internationaler Ebene und über gegenwärtige Formen transnationaler Solidarität.
Das Ziel dieses Kolloquiums liegt somit in einer Arbeit an der Herstellung von Erbe und Vermächtnis: Zum einen geht es darum, den gegenwärtigen Militarisierungsprozessen und antimilitaristischen Bewegungen ihre historische Tiefenschärfe zurückzugeben, indem die historischen Schichten, Genealogien, Brüche und Kontinuitäten, Nachwirkungen und Wiederkehrerscheinungen untersucht werden, die sie konstituieren; zum anderen darum, die Bedingungen der Aktualisierung antimilitaristischer Traditionen sowie die kritische Kraft der „unabgeschlossenen Vergangenheiten“ zu reflektieren, die ihre Geschichte durchziehen.
Organisiert von Deborah V. Brosteaux, Simone Buzzi und Nikita Zagvozdkin.
Organisiert vom Marc Bloch Zentrum in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung und dem Centre de Recherche sur l’Expérience de Guerre (CREG, MSH-ULB)
Das Kolloquium findet in deutscher und französischer Sprache statt. Eine Übersetzung der Beiträge wird organisiert.
Photograph by Raissa Page „Greenham: Dancing on the silos at dawn. New Year’s Day 1 Jan 1983. Silos contain American cruise missiles [Ref: DC3/14/1/67]“. Protected by copyright. Not to be reproduced without permission, please contact Richard Burton Archives.”
Programm
Programm als PDF
17 septembre / 17. September
10:00–10:30 | Tagungseröffnung / Ouverture du colloque
[FR/DE] Déborah V. Brosteaux (CMB / CREG), Simone Buzzi (CMB / Université de Lausanne), Nikita Zagvozdkin (Universität Wuppertal)
10:30–13:00 | Panel 1
Geburt des Antimilitarismus aus dem Geiste des modernen Krieges und konzeptuelle Wege zu seiner Rekonstruktion heute
Naissance de l’antimilitarisme sous le signe de la guerre moderne, approches conceptuelles de ses recompositions contemporaines
Modération : Jonas Nickel (CMB / EHESS / Humboldt-Universität zu Berlin)
10:30–11:15
1. Comment « lutter contre la guerre » ? Antimilitarisme anarchiste et antimilitarisme socialiste dans les écrits politiques de Walter Benjamin et Ernst Bloch (1918–1921)
(Wie den Krieg bekämpfen? Anarchistischer und sozialistischer Antimilitarismus in den politischen Schriften Walter Benjamins und Ernst Blochs, 1918–1921)
Simone Buzzi
CMB / Université de Lausanne
11:15–11:30 | Pause
11:30–12:15
2. Dschungelwelt einst und heute: Die erstaunlichen Parallelen der Welt von heute und vor 1914 im Lichte der Theoriebildung der historischen internationalen Arbeiterbewegung
(Étonnants parallèles entre le monde d’aujourd’hui et celui d’avant 1914, à la lumière des théories développées par l’internationalisme ouvrier)
Ingar Solty
Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung
12:15–13:00
3. Itinéraire d’un pacifiste : Antoine Richard (1890–1947)
(Der Weg eines Pazifisten: Antoine Richard, 1890–1947)
Denis Thouard
Directeur de recherche au CNRS / Centre Georg Simmel (EHESS) / CMB
13:00–14:30 | Déjeuner / Mittagessen
14:30–18:00 | Panel 2
L’antimilitarisme comme mouvement de résistance à l’aube du « long XXe siècle »
Antimilitarismus als Widerstandsbewegung bei Anbruch des „langen 20. Jahrhunderts“
Modération : Marianne Adam (CMB / Université de Tours)
14:30–15:15
4. Refus, désobéissance, résistance face à la guerre
(Verweigerung, Ungehorsam, Widerstand gegen den Krieg)
Stéfanie Prezioso
Université de Lausanne
15:15–16:00
5. Im Schatten des revolutionären Defätismus: Lenin und die imperialistischen Kriege von gestern und heute
(Dans l’ombre du défaitisme révolutionnaire : Lénine et les guerres impérialistes d’hier et d’aujourd’hui)
Nikita Zagvozdkin
Universität Wuppertal
16:00–16:30 | Pause
16:30–17:15
6. Les avant-gardes artistiques, la guerre et la psychanalyse : sur le radicalisme antimilitariste du début du XXe siècle et aujourd’hui
(Die künstlerische Avantgarde, Krieg und Psychoanalyse: Über den antimilitaristischen Radikalismus des frühen 20. Jahrhunderts und heute)
Yasmin Afshar
CMB / Goethe-Universität Frankfurt am Main
17:15–18:00
7. Ce que la défaite fait à la guerre : retour (critique) des soldats de la Wehrmacht sur leur captivité soixante ans plus tard
(Was eine Niederlage mit dem Krieg macht: Ein kritischer Rückblick von Wehrmachtssoldaten auf ihre Gefangenschaft sechzig Jahre später)
Fabien Théofilakis
CMB / Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne
19:00 | Dîner / Abendessen
18 septembre / 18. September
9:30–13:00 | Panel 3
Cas limites : l’antimilitarisme en question
Grenzfälle: Antimilitarismus hinterfragt
Modération : Claus-Dieter König (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
9:45–11:15
Simone Weil heute wiederlesen – in zwei Teilen:
(Relire Simone Weil aujourd’hui – en deux parties )
8. Der „kriminelle Irrtum“: Simone Weil über die Grenzen des Pazifismus (mit Blick auf den Iran-Krieg)
(L’« erreur criminelle » : Simone Weil et les limites du pacifisme – en regard de la guerre en Iran)
Samira Elyasi
Universität Wuppertal
9. Simone Weil und die „Munichois“: Antimilitaristische Überlegungen zur Analogie mit Frankreich 1938
(Simone Weil et les « Munichois » : réflexions antimilitaristes sur l’analogie française avec 1938)
Déborah V. Brosteaux
CMB / CREG – Université libre de Bruxelles
11:15–11:30 | Pause
11:30–12:15
10. Actualités et limites de l’altermondialisme ouest-européen (1990–2000). Contre-pratiques, diplomaties et frontières d’un « nouvel internationalisme »
(Aktualität und Grenzen des westeuropäischen Altermondialismus, 1990–2000: Gegenpraktiken, Diplomatie und Grenzen eines „neuen Internationalismus“)
Camille Gregoire
CREG – Université libre de Bruxelles
12:15–13:00
11. Propagande et propagation : une relecture de Gabriel Tarde face à la « préparation des esprits à la guerre »
(Propaganda und Verbreitung: Eine Neuinterpretation von Gabriel Tarde in Bezug auf die „Vorbereitung des Geistes auf den Krieg“)
Massi Angino
CREG – Université libre de Bruxelles
13:00–14:30 | Déjeuner / Mittagessen
14:30–18:00 | Panel 4
Échos de la guerre froide et perspectives pour l’avenir
Anklänge des Kalten Krieges und Perspektiven für die Zukunft
Modération : Tobias Wagemann (ENS-PSL / CMB)
14:30–15:15
12. L’espace public contre la guerre
(Öffentlichkeit gegen den Krieg)
Olivier Voirol
Université de Lausanne
15:15–16:00
13. Anti-Atomtod-Bewegung und wie wir heute lernen sollen, die europäische Bombe zu lieben
(Le mouvement contre la mort nucléaire, et comment nous devrions apprendre à aimer la bombe européenne)
Lukas Meisner
Herausgeber der Zeitschrift Das Argument
16:00–16:30 | Pause
16:30–17:15
14. Autonomia ’77 und Operaismus als Praxis der Verweigerung: Impulse für den Antimilitarismus der Gegenwart
(Autonomia 1977 et l’opéraïsme comme pratique de refus : sources d’inspiration pour l’antimilitarisme d’aujourd’hui)
Anna Chiara Mezzasalma
Universität Wien
17:15–17:30 | Conclusion : remarques finales et clôture du colloque / Conclusio: abschließende Bemerkungen und Abschied
[FR/DE] Déborah V. Brosteaux (CMB / CREG), Simone Buzzi (CMB / Université de Lausanne), Nikita Zagvozdkin (Universität Wuppertal)
Event Type
Zeit
Centre Marc Bloch
Friedrichstrasse 191Centre Marc Bloch
Do17Sep(Sep 17)12:00So20(Sep 20)23:0017. Berliner Hörspielfestival der freien SzeneVeranstaltungsart
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Mit Wettbewerben um die „Brennenden Mikros“, Preisverleihungen, Diskussionen, Workshops, Audiowalks, Installationen und Live Acts 12 EUR (Ermäßigt: 8 EUR) Wir leben im roten
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Mit Wettbewerben um die „Brennenden Mikros“, Preisverleihungen, Diskussionen, Workshops, Audiowalks, Installationen und Live Acts
12 EUR (Ermäßigt: 8 EUR)
Wir leben im roten Bereich. Die Aussteuerungsbalken kleben am Anschlag. Die Übersteuerung ist kein Fehler mehr, sondern ein Dauerzustand – einer der Deregulierung. Das Hörspiel ist der ideale Ort, der Übersteuerung etwas entgegen- oder draufzusetzen. Hier darf die Stimme kippen, die Zeit sich dehnen oder verdichten. Hier ist Platz für die Überlagerung, die Rückkopplung, das Unkontrollierbare. Das Hörspiel übersteuert die Realität, indem es sie neu mischt. Es dreht an der Wahrnehmung, bis etwas aufbricht.
Das 17. Berliner Hörspielfestival der freien Szene geht in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in diversen Räumen den Klängen nach, bringt sie zu Gehör. In ihren Live-Auftritten werden Marc Matter, Ute Wassermann und Joke Lanz, Schorsch Kamerun und Masha Qrella zusammen mit Absolvent*innen des Studiengangs Sound Studies and Sonic Arts der Universität der Künste Berlin Hörspiele verräumlichen und auf die Bühne bringen.
Im Zentrum des Festivals stehen wieder die Wettbewerbe um die Jury-, Publikums- und Förderpreise, die „Brennenden Mikros“ für unabhängig produzierte Hörspiele, Dokus und Klangkunst, sowie die Talks mit den Schöpfer*innen. In dem reichen Begleitprogramm gibt es weiterhin Installationen, Interventionen, Workshops sowie die Verleihung des Audiowalk-Awards 2026.
Das Berliner Hörspielfestival findet in Kooperation mit der Akademie der Künste statt und wird mit Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.
Mehr Informationen und Programm – Website Berliner Hörspielfestival
Event Type
Zeit
Akademie der Künste – Hanseatenweg
Hanseatenweg 10, 10557 BerlinAkademie der Künste – Hanseatenweg
Neulich in Berlin
Hindernis, Befreiung, Streitpunkt: Literarische Unverständlichkeit
Zum Workshop „Huh? Literary Incomprehensibility” an der FU Berlin.
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.


