Mosse Lecture: Alan Pauls
Do05Feb19:1520:45Mosse Lecture: Alan PaulsThe Coup FactorVeranstaltungsartVortrag
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Mit Ulrike Vedder Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin Was heißt es, einen Staatsstreich
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Mit Ulrike Vedder
Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10117 Berlin
Was heißt es, einen Staatsstreich zu durchleben? Wie wirkt sich der Riss, den eine brutale Diktatur verursacht, auf das subjektive Erleben im Alltag aus? Im März 1976, als die Militärjunta in Argentinien die Macht übernahm, war Alan Pauls sechzehn Jahre alt. Wie bei vielen seiner Generation hinterließ die Diktatur unter Jorge Rafael Videla unauslöschliche Spuren in ihm – vielleicht für immer –, indem sie jede Hoffnung auf Kontinuität durch das Gespenst eines brutalen Bruchs zunichtemachte, der die Geschichte in ein radikales Vorher und Nachher teilt.
ALAN PAULS: Roman- & Drehbuchautor, Essayist und Kritiker; Pauls studierte Literaturwissenschaften an der Universidad de Buenos Aires, wo er später als Professor für Literaturtheorie tätig wurde. Darüber hinaus war er Gastprofessor an der Princeton University und unterrichtete Kreatives Schreiben an der Universidad de Tres de Febrero [Buenos Aires] und der New York University. Er ist Gründer der Zeitschrift Lecturas críticas und arbeitete als Redakteur für die Tageszeitung Página/12. Sein Roman »El pasado« [2003; dt. »Die Vergangenheit«, 2009] gewann den spanischen Literaturpreis Herralde und wurde von Héctor Babenco verfilmt. Mit »Historia del llanto« [2007; dt. »Geschichte der Tränen«, 2010], »Historia del pelo« [2010; dt. »Geschichte der Haare«, 2012] und »Historia del dinero« [2013; dt. »Geschichte des Geldes«, 2016] entstand zwischen 2007 und 2013 eine Trilogie über die 1970er Jahre in Argentinien und die Geschichte der argentinischen Diktatur. Pauls lebt und arbeitet seit 2019 in Berlin.
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
