Annette Vowinckel
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Wegen ihres Berichts über Eichmann in Jerusalem war Hannah Arendt in Israel lange Zeit eine Persona non grata, in den jüdischen Gemeinden weltweit wurde ihr Buch äußerst
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Wegen ihres Berichts über Eichmann in Jerusalem war Hannah Arendt in Israel lange Zeit eine Persona non grata, in den jüdischen Gemeinden weltweit wurde ihr Buch äußerst kontrovers diskutiert. In Deutschland dagegen ist sie eine von wenigen Personen der Zeitgeschichte, die sich allseitiger Sympathien erfreut. Einer der meistzitierten Sätze von Arendt ist die Forderung, man solle „ohne Geländer“ denken. Aber ist Arendt nicht selbst zu einer Art „Geländer“ geworden?
Annette Vowinckel ist Historikerin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und lehrt Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Mitherausgeberin der Kritischen Gesamtausgabe der Werke von Hannah Arendt und hat zur Geschichte des Terrorismus im 20. Jahrhundert unter anderem das Buch Flugzeugentführungen. Eine Kulturgeschichte (2011) veröffentlicht.
