Lecture-débat | „Spiel das Spiel“
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Fatima Daas ist mit ihrem neuen Buch „Spiel das Spiel“ zu Gast im Institut français Berlin – für einen gemeinsamen Abend im Cinéma Paris,
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Fatima Daas ist mit ihrem neuen Buch „Spiel das Spiel“ zu Gast im Institut français Berlin – für einen gemeinsamen Abend im Cinéma Paris, im Gespräch mit Fatma Aydemir und übersetzt von Milena Adam.
Nach ihrem Erfolgsroman „Die jüngste Tochter“, der von der Regisseurin Hafsia Herzi verfilmt wurde, kehrt die Autorin mit einem neuen, eindringlichen, persönlichen und politischen Text zurück.
„Spiel das Spiel“ setzt die Selbstfindung fort, die das Besondere an ihrem Schreibstil ausmacht: die Identitätskrise im Jugendalter zwischen intimen Fragen und der Banalität dieser Lebensphase, die Rolle der Schule als Ort der Möglichkeiten, aber auch der Spannungen, und die Machtverhältnisse, die dort stillschweigend ausgetragen werden. Als Stimme einer Jugend aus den Vorort beleuchtet Fatima Daas die Diskriminierungen und Stigmatisierungen, denen sie täglich ausgesetzt ist.
Für diesen außergewöhnlichen Abend bieten wir Ihnen eine Begegnung rund um ihr Werk, begleitet von einem Gespräch mit der deutschen Journalistin und Schriftstellerin Fatma Aydemir.
Das Gespräch wird auf Französisch und Deutsch geführt. Die Übersetzung übernimmt Milena Adam.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Institut français Berlin statt.
Synopsis von Spiel das Spiel von Fatima Daas
Kayden ist nie allein: Zu Hause sind ihre Mutter und ihre große Schwester immer an ihrer Seite. In der Schule sind da ihre Freund:innen: Nelly, die Sportlerin, Samy, der Träumer, und Djenna, die sich nie etwas vormachen lässt. Kayden beobachtet, wie alle ihren Platz in einem starren System suchen. Sie schreibt auf, was sie sieht – und was sie nicht sieht.
Eines Tages liest Madame Fontaine, die strenge Französischlehrerin an ihrer neuen Schule, einen ihrer Texte. Eine Tür öffnet sich, das spürt sie: Kayden wird die nächste sein, die die Aufnahmeprüfung für die Eliteuni Sciences Po besteht. Kayden weiß nicht, ob sie das will; was sie will ist Zeit mit ihrer Lehrerin verbringen. Erst viel zu spät erkennt sie das Ungleichgewicht in ihrer Beziehung – dass Mme Fontaine nach anderen Regeln spielt als sie selbst.
Fatima Daas erzählt kraftvoll und eindringlich von engen Wohnungen und noch engeren Freund:innenschaften, von Solidarität und Rassismus – und von den engen Vorstellungen, die Institutionen von Jugendlichen aus der Banlieue haben. Muss Kayden das Spiel mitspielen – oder kann sie es verändern?
Bitte melden Sie sich über diesen Link an.
Fatima Daas ist 1995 in Frankreich als jüngstes Kind algerischer Eltern geboren. In ihrem Debütroman Die jüngste Tochter setzt sie sich mit ihrer algerischen Herkunft und ihrem französischen Leben, ihrem muslimischen Glauben und ihrer Homosexualität auseinander. Der Roman stand wochenlang auf der französischen Bestsellerliste, wird von der Presse gefeiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2021 wurde die deutsche Übersetzung mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet.
Fatma Aydemir wurde 1986 in Karlsruhe geboren, sie lebt in Berlin. Bei Hanser erschien 2017 ihr Debütroman "Ellbogen", für den sie den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Franz-Hessel-Preis erhielt. 2019 war sie gemeinsam mit Hengameh Yaghoobifarah Herausgeberin der Anthologie "Eure Heimat ist unser Albtraum". Ihr zweiter Roman "Dschinns" (Hanser, 2022) wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis und dem Preis der LiteraTour Nord 2023 ausgezeichnet.
Milena Adam, 1991 in Hamburg geboren, ist Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Französischen und Englischen. Sie übersetzte u.a. Eileen Myles, Alain Damasio und Phillip B. Williams. Sie lebt in Berlin.

