Friederike Heimann
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Im Rahmen des Forschungskolloquiums des Promotionskollegs „Gebrochene Traditionen? Jüdische Literatur, Philosophie und Musik im NS-Deutschland“, das von den Lehrstühlen von Prof. Dr. Kerstin Schoor (Europa-Universität
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Im Rahmen des Forschungskolloquiums des Promotionskollegs „Gebrochene Traditionen? Jüdische Literatur, Philosophie und Musik im NS-Deutschland“, das von den Lehrstühlen von Prof. Dr. Kerstin Schoor (Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder), Prof. Dr. Christian Wiese (Goethe-Universität Frankfurt/Main) und Prof. Dr. Jascha Nemtsov (Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar) betreut wird,
laden wir Sie herzlich
am Donnerstag, den 16.04.2026 um 18:15 Uhr
an die Freie Universität Berlin, Fabeckstr. 23-25 (Holzlaube), Raum HS - 1.2009, zu einem öffentlichen Vortrag ein:
Dr. Friederike Heimann: „Schlussworte. Abkehr und Verwerfung als Figurationen des Widerstands in Gertrud Kolmars Gedichtzyklus „Welten“ von 1937“ (Gastvortrag)
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Lebens- und Schreibbiographie der Dichterin Gertrud Kolmar (1894–1943) war schicksalhaft geprägt von der prekären Beziehung zwischen dem Deutschen und dem Jüdischen. Bereits in den Gedichten, die sie vor 1933 verfasst hatte, lassen sich gebrochene deutsch-jüdische Diskurse immer wieder unterschwellig nachvollziehen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten war Kolmars Poetik dann zunehmend von einer Abkehr von allem Deutschen gezeichnet – bis hin zu dessen Verwerfung vor allem im Gedichtzyklus „Welten“ (1937). Der Vortrag fragt nach der transtextuellen Verwobenheit innerhalb einzelner Gedichte, untersucht diese in ihrem Verhältnis zum zeitgenössischen Kontext und analysiert die erkennbaren Veränderungen aufgrund der historischen Zäsur im nationalsozialistischen Deutschland. Dabei geht es auch um die Frage, inwiefern sich darin Figurationen des Widerstands abbilden.

