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Ticket: Eintritt frei! Wolfgang Heise (1925–1987) war ein Fixstern kritischen Denkens in der DDR. Heiner Müller hielt ihn für den einzigen DDR-Philosophen, der
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Ticket: Eintritt frei!
Wolfgang Heise (1925–1987) war ein Fixstern kritischen Denkens in der DDR. Heiner Müller hielt ihn für den einzigen DDR-Philosophen, der es nicht verdient habe, in den »Inszenierungen des Vergessens« der 1990er Jahre zu versinken. Dennoch ist sein Werk heute kaum mehr bekannt. Im kulturwissenschaftlichen Diskurs der Gegenwart war sein Name noch bis vor Kurzem abwesend. Erst in jüngster Zeit, zuletzt anlässlich seines 100. Geburtstages, melden sich Stimmen zu Wort, die auf ein neu entfachtes Interesse an Werk und Wirken Heises hindeuten. Aber was hat uns Heise heute noch – oder wieder – zu sagen? Wie sind seine Texte, Interventionen und Denkbewegungen historisch zu lesen? Ziel ist es, bislang vereinzelte Forschungsperspektiven zusammenzuführen, Heises Arbeiten in ihren politisch-epistemologischen Kontexten zu verorten und ihre kritisch-emanzipatorischen Impulse auf Aktualisierbarkeit hin zu befragen – in einem Austausch zwischen Forschung und Zeitzeug:innen, der offene Fragen, blinde Flecken und produktive Reibungen sichtbar machen und Heises Denken als Herausforderung zeigen soll.
Koordination Anne Gräfe, Jan Loheit und Lukas Zittlau
28.5.
14:00 Begrüßung und Einführung
14:30 Lukas Zittlau Aktualität und Historizität. Zu einer intellektuellen Biographie von Wolfgang Heise
15:15 Renate Reschke Wolfgang Heises Entwurf einer Weltkulturgeschichte: Vom Dilemma eines Europa-Zentrismus
16:00 Kaffeepause
16:30 Christian Dietrich Entmenschlichung als Methode, Vernichtungsbereitschaft als Ziel. Wolfgang Heises Überlegungen zum Verhältnis von Antisemitismus und Antikommunismus
29.5.
09:30 Jan Loheit Der Schild des Achill und das Spannungsfeld des Ästhetischen
10:15 Frieder Stange Über »Die Ästhetik des Widerstands« in der Berliner Ästhetik
11:00 Kaffeepause
11:30 Anne Gräfe Elemente einer Widerspruchsästhetik bei Wolfgang Heise
12:15 Holger Brohm Das Tragische als ästhetisch Unbewusstes? Überkreuzende Lektüren von Heise und Rancière
13:00 Mittagspause
14:45 Michael Schilar Goethes »Über allen Gipfeln...« und die Eigenart des Poetischen. Wolfgang Heises Wanderung auf den Kickelhahn
15:30 Jule Reuter Zur privaten Kunstsammlung Wolfgang Heises. Was erzählt der Nachlass über sein Verhältnis zu bildenden Künstler:innen seiner Zeit?
16:15 Kaffeepause
16:45 Jürgen Kuttner: Bild und Begriff (Zwei Videoschnipsel)
30.5.
09:30 Martin Küpper Philosophie als Krisenbewusstsein. Wolfgang Heises Beitrag zur Ideologienlehre
10:15 Konstantin Baehrens Heise »und Hegel«
11:00 Kaffeepause
11:30 Kathrin Witter Adorno und Heise
12:15 Hans-Peter Krüger Wahrheit und öffentliche Kommunikation. Zu Adorno und Habermas aus Gesprächen mit Heise
13:00 Hans-Christoph Rauh: Heise als Autor der Deutschen Zeitschrift für Philosophie (1957-1966)
14:00 Schlussworte
Ein Kooperationsprojekt der Leuphana Universität Lüneburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung
