Marcus Steinweg
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Jeder, der schreibt oder künstlerisch aktiv ist, weiß, dass die Produktion zuletzt blind ist. Man bewegt sich in Richtung dessen, was man nicht kennt.
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Jeder, der schreibt oder künstlerisch aktiv ist, weiß, dass die Produktion zuletzt blind ist. Man bewegt sich in Richtung dessen, was man nicht kennt.
Das gilt auch für die Philosophie: dass sie ihr Wissen überschreiten muss, um die Inkonsistenz ihrer Wissensbestände zu erfahren und dieser Erfahrung eine Form oder Sprache zu geben. Das Subjekt der Kunst und der Philosophie ist Subjekt einer Selbstüberstürzung und Hals-über-Kopf-Dynamik, die es über sich hinaus beschleunigen lässt.
Wohin? Dorthin, wo es noch nicht war.
Marcus Steinweg, 1971 in Koblenz geboren, lebt nach diversen Lehraufträgen und Professuren u. a. an der Kunstakademie Karlsruhe und der Universität der Künste Berlin als freier Philosoph in Berlin. Er arbeitet seit den Neunzigerjahren mit den Künstlern Thomas Hirschhorn und Rosemarie Trockel zusammen und stellt eigenständige philosophische Begriffsdiagramme her. Viele seiner Texte und Vorträge bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Philosophie.
zu: Die Räuber
Eintritt frei
