Meisterwerke der Literaturund was sie uns lehren
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- € Einlass: ab 19:30 Uhr Ticket: Eintrittskarten Digital:
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Eintritt: 8,- € / ermäßigt: 6,- €
Einlass: ab 19:30 Uhr
Ticket: Eintrittskarten
Digital: Livestream
Vor 100 Jahren wurde Ingeborg Bachmann geboren. 1961 veröffentlichte sie unter dem Titel »Das dreißigste Jahr« einen Zyklus mit Erzählungen, deren zeitlose Schönheit erschüttert und deren Themenfelder mit uns heute räsonieren. Nach dem Krieg beginnt für die österreichische Schriftstellerin und Lyrikerin eine neue Zeitrechnung. Die Jahre sind geprägt von Anpassung und Abstumpfung, von gewaltförmigen Strukturen. Viele Figuren stecken fest in einer alten Sprache und damit in der Vergangenheit. Zugleich vernehmen wir – etwa in der Erzählung »Undine geht« – eine radikale Stimme des Feminismus, die Aufbruch und Ausbruch verheißt. Die Texte sind jedoch weit entfernt davon, historische Dokumente längst überkommen geglaubter Konflikte zu sein, handeln sie doch von den Zumutungen, die das Subjekt in der bürgerlichen Gesellschaft erfährt, vom erschöpften Selbst, lange schon, bevor der Neoliberalismus sich ausbreitete, und von Kollaboration, wo Verweigerung nötig gewesen wäre. Mit Laura de Weck, Autorin (»Lieblingsmenschen«) und Moderatorin des SRF-Literaturclubs, spricht der Podcaster und Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt über dieses literarische Meisterwerk des 20. Jahrhunderts.
