1. AVL-Institutskolloquium: Marília Jöhnk
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Als Gast der FSI begrüßen wir Dr. Marília Jöhnk (Vertretung der W2-Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft Spaniens und Lateinamerikas an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) Das
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Als Gast der FSI begrüßen wir Dr. Marília Jöhnk (Vertretung der W2-Professur für Literatur- und Kulturwissenschaft Spaniens und Lateinamerikas an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Das Thema des Vortrags lautet:
Von »Meersprachen« und »Mutterzungen«. Geschlecht, Mehrsprachigkeit und Genealogie in Theorie und Literatur
Der Vortrag geht von der Begriffsgeschichte der ‚Muttersprache‘ aus, der Leo Spitzer im US-amerikanischen Exil nachspürte. Spitzer tat dies auch in Gegenwehr zur Vereinnahmung dieses Konzeptes durch eine völkisch geprägte Sprachwissenschaft. Auf den Spuren Spitzers, der in der ‚lingua materna‘ eine genuine Erfindung der romanischsprachigen Welt erkannte, fragt der Vortrag nach dem Verhältnis von Viel-/Einsprachigkeit, Muttersprache und Geschlecht. Hierfür gehe ich von Stimmen der Gegenwartsliteratur aus, die in meiner Habilitationsschrift »Sapphos Töchter. Mehrsprachigkeit und Geschlecht in der Aufklärung« mit dem Schreiben und Nachdenken vielsprachiger Autorinnen des 18. Jahrhunderts zusammengebracht wurden.
Alle Studierende, Mitarbeitende und Gäste sind herzlich zum Institutskolloquium eingeladen.
Im Anschluss ist für ein gemeinsames Abendessen im „Piaggio“, Königin-Luise-Str. 44, 14195 Berlin ein Tisch reserviert.
Wenn Sie gerne mitkommen möchten (Selbstzahler), melden Sie sich bitte bis Donnerstag, 16. April 2026 per E-Mail bei Cornelia Colsman.

