Andreas Bernard

Mi06Dez18:30Mi20:00Andreas BernardEpidemie und ErzählungVeranstaltungsartBuchvorstellung,Vortrag

Andreas Bernard Epidemie und Erzählung

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Vortrag von Andreas Bernard über sein Buch Die Kette der Infektionen: Zur Erzählbarkeit von Epidemien seit dem 18. Jahrhundert (S. Fischer 2023)
Respondenz: Brigitte Weingart (UdK Berlin), Moderation: Katrin Trüstedt (ZfL)

In seinem jüngsten Buch Die Kette der Infektionen geht Andreas Bernard davon aus, dass der erfolgreiche Kampf gegen Epidemien wesentlich an ihre  Erzählbarkeit gebunden ist. Neben dem medizinischen Anteil am Kampf gegen Seuchen – der Entwicklung von Impfstoffen, der Erforschung von Immunität –  entscheidet über den Erfolg der Eindämmung die Art und Weise ihrer Darstellung: Infektionsgeschehen und Kommunikationsgeschehen hängen zusammen.
Andreas Bernard entfaltet diesen Zusammenhang anhand von Studien zur Geschichte der Pocken, der Cholera, der Influenza, der Diphtherie und der AIDS-Epidemie. Im Anschluss an seinen Vortrag spricht Andreas Bernard mit Brigitte Weingart über die Darstellungsweisen von Epidemien.

Andreas Bernard lehrt Kulturwissenschaften an der Leuphana-Universität Lüneburg und ist Autor bei der Süddeutschen Zeitung.

Publikationen (Auswahl):

  • Das Diktat des Hashtags. Frankfurt a.M.: S. Fischer 2018
  • Komplizen des Erkennungsdienstes: Das Selbst in der digitalen Kultur. Frankfurt a.M.: S. Fischer 2017
  • Kinder machen: Neue Reproduktionstechnologien und die Ordnung der Familie. Frankfurt a.M.: S. Fischer 2014
  • Die Geschichte des Fahrstuhls: Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt a.M.: S. Fischer 2006

Brigitte Weingart ist Professorin für Medientheorie am Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation an der Universität der Künste Berlin (UdK).

Publikationen (Auswahl):

  • Hg.: VIRUS! Mutationen einer Metapher. Bielefeld: transcript 2004 (mit Ruth Mayer)
  • Ansteckende Wörter. Repräsentationen von AIDS. Frankfurt a.M.: Suhrkamp 2002

Die Literaturwissenschaftlerin Katrin Trüstedt ist Ko-Leiterin des Programmbereichs Theoriegeschichte und leitet dort das Projekt Politik des Erscheinens.

Der Eintritt ist frei.

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