Mi28Okt18:3019:30Anne HuffschmidSchwarze Löcher und forensische LandschaftenVeranstaltungsartVortrag
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Das Verschwinden von Menschen produziert Gespenster – und schwarze Löcher in unserer Vorstellungskraft. In Lateinamerika spricht man zudem von Verschwindenlassen, eine Terrortechnik in Militärdiktaturen und
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Das Verschwinden von Menschen produziert Gespenster – und schwarze Löcher in unserer Vorstellungskraft. In Lateinamerika spricht man zudem von Verschwindenlassen, eine Terrortechnik in Militärdiktaturen und Aufstandsbekämpfung, die sich in die Gegenwart fortsetzt.
Wie nähert man sich diesen Löchern, von denen es keine oder nur leere Bilder gibt – welche Sprachen können wir dafür finden?
Anne Huffschmid berichtet von ihren Filmrecherchen in den Gewaltlandschaften Mexikos, von forensischer Anthropologie als Grenzüberschreitung und Suchmanövern als Widerstand – und von den Versuchen einer Erzählbarmachung.
Anne Huffschmid lebt als Kulturwissenschaftlerin, Filmschaffende und Autorin in Berlin. Sie forscht und publiziert, zumeist in Forschungsprojekten am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, zu Themen wie Stadt, Gewalt und soziale Erinnerung, Diskurspolitik, Visual Culture und explorativen Forschungsmethoden. Ihre zweite Heimat war lange Zeit Mexiko, dort hat sie lange als Journalistin gelebt und später als Forschende gearbeitet. Ihr Langzeitprojekt Forensic Landscapes kreiste um Verschwindenlassen und 'forensischem Widerstand' in Ländern wie Argentinien, Guatemala und vor allem Mexiko. Daraus sind viele Texte, eine Reihe von Filmen, die Webdoku forensiclandscapes.com und zuletzt der Essay Das Atmen der Bilder (adocs, 2024) entstanden.
