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VORTRAG Prof. Daniele Baglioni (Università Ca’ Foscari Venezia) Moderation: Prof. Giuseppe Zarra (Freie Universität Berlin/Università degli Studi di Bari Aldo Moro)
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VORTRAG
Prof. Daniele Baglioni (Università Ca’ Foscari Venezia)
Moderation: Prof. Giuseppe Zarra (Freie Universität Berlin/Università degli Studi di Bari Aldo Moro)
In italienischer Sprache
Die italienische Literatur umfasst eine kontinuierliche, wenn auch begrenzte Menge an Werken in für das Theater und die Dichtung (seltener auch für die Prosa) erfundenen Sprachen, die von Dante bis ins 20. Jahrhundert reichen. Ausgerechnet aus dem 20. Jahrhundert stammt eines der interessantesten Experimente: die Fànfole des Orientalisten Fosco Maraini. Es handelt sich um kurze Gedichte, in denen eine typisch italienische Grammatik und Metrik mit einem rein erfundenen Vokabular kombiniert werden, was sich in Versen wie „Ci sono dei giorni smègi e lombidiosi / Col cielo dagro e un fònzero gongruto“ (Il giorno ad urlapicchio) oder „Il lonfo non vaterca né gluisce / e molto raramente barigatta“ (Il lonfo) zeigt. Die Analyse der Gedichte zeigt, dass das Werk nur scheinbar Nonsens ist. Tatsächlich ermöglichen der gekonnte Einsatz der Morphologie und der Syntax samt der phonetischen Anspielungen sowie der Beziehung zwischen den Gedichten und den Titeln der Leserschaft, Rückschlüsse auf den Inhalt der Texte und die Dynamik zwischen ihren Teilen zu ziehen. Auf diese Weise schafft Maraini eine höchst originelle Dichtung, in der, um den Autor selbst zu zitieren, „die Worte die Dinge nicht wie Pfeile durchbohren, sondern sie streifen wie Federn, wie eine leichte Brise oder wie Sonnenstrahlen“.
Mit freundlicher Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung
Teilnahme in Präsenz und digital per WebEx möglich. Bitte senden Sie uns eine Mail (italzen@zedat.fu-berlin.de) für den Erhalt der Zugangsdaten.
Raum KL 32/123,
Freie Universität Berlin,
Habelschwerdter Allee 45

