Oktober 2019

Do31Okt19:00Do20:30Das Ost-West-DingAlles Nazis? Zivilgesellschaft im Osten

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Der Osten wählt blau, der Osten ist rechts. Der gesamte Osten? Beim genaueren Hinsehen ergibt sich ein diverseres Bild. Der Osten ist längst nicht mehr der Landstrich der Verlassenen. Es gibt viele Initiativen und Engagierte, die das gesellschaftliche Feld nicht den Populist_innen überlassen wollen. Seit einigen Jahren sehen wir einen Trend des Zurückkehrens und vor Ort wird über das gute Miteinander gestritten. Aber wie kann genau das aussehen? Ohne Rechtsradikalität zu verharmlosen und ohne Klischees vom Ossi, der die Demokratie nicht verstanden habe. Vor 30 Jahren haben die Bürger_innen der DDR eine Friedliche Revolution angezettelt – ein guter Anlass, um heute über Gesellschaftsutopien nachzudenken.

MODERATION Katrin Gottschalk GÄSTE Silke van Dyk, Manja Präkels, Dr. Karamba Diaby, Vertreter_innen der Initiative Wann Wenn Nicht Jetzt u.a.

KATRIN GOTTSCHALK, 1985 in Dresden geboren, hat Kulturwissenschaften und Kulturjournalismus studiert und ist stellvertretende Chefredakteurin der taz. Zuvor war sie Chefredakteurin Print und Online des feministischen Missy Magazins. An der UdK Berlin gibt sie Schreibworkshops und verbindet dabei Themen wie Popkultur, Gender und Medien.

SILKE VAN DYK, geboren 1972 in Köln, ist eine deutsche Soziologin, die als Professorin am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena lehrt und forscht. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Politische Soziologie, Soziologie der Sozialpolitik und des Wohlfahrtsstaats, des Alter(n)s und der Demografie, Diskurstheorie und empirische Diskursforschung.

MANJA PRÄKELS, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, ist Autorin, Musikerin und Sängerin. Sie studierte Philosophie, Soziologie und Osteuropäische Geschichte. 2017 erschien ihr Roman-Debüt „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“, für das sie mit dem Anna Seghers-Preis 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet wurde. In dem Wenderoman erzählt sie von dem Entstehen einer Neonaziszene und dem Aufkommen rechter Gewalt nach dem Zusammenbruch der DDR.

DR. KARAMBA DIABY, geboren 1961 in Marsassoum, Senegal, wurde 2013 als erster in Afrika geborener Schwarzer Mensch in den Deutschen Bundestag gewählt. Von 2009 bis 2015 war er zudem Stadtrat in Halle an der Saale und arbeitete von 2011 bis 2013 als Referent im Ministerium für Arbeit und Soziales. 2017 zog Diaby wieder in den Deutschen Bundestag ein und ist Mitglied im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Seit 2018 ist er Mitglied und Integrationsbeauftragter im Fraktionsvorstand der SPD-Bundestagsfraktion.

#WannWennNichtJetzt, ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen. In Sachsen, Thüringen und Brandenburg organisieren sie Marktplatz – und Konzerttouren und engagieren sich für eine offene Gesellschaft. Ihr Ziel ist es eine langfristige Vernetzung und Sichtbarkeit linker und solidarischer Strukturen zu stärken, besonders in Regionen in denen es einen rechten bzw. reaktionären Konsens zu geben scheint.

Das Diskursprogramm im Rahmen von „Das Ost-West-Ding“ wird gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Zeit

(Donnerstag) 19:00 - 20:30

SophiensäleSophienstraße 18, 10178 Berlin