Die Apokalypse enttäuscht. Atomtod Klimakatastrophe Kommunismus

Do25Jan19:00Do21:00Die Apokalypse enttäuscht. Atomtod Klimakatastrophe KommunismusAlexander García Düttmann und Marcus Quent im Gespräch mit Jan VölkerVeranstaltungsartBuchvorstellung,Gespräch

Die Apokalypse enttäuscht. Atomtod Klimakatastrophe Kommunismus Alexander García Düttmann und Marcus Quent Jan Völker

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An diesem Abend diskutieren die Herausgeber Alexander García Düttmann und Marcus Quent die Thesen des Buches “Die Apokalypse enttäuscht” mit Jan Völker.

DIE APOKALYPSE ENTTÄUSCHT
Atomtod Klimakatastrophe Kommunismus

Donnerstag, 25. Januar 2024, 19:00 Uhr
Universität der Künste Berlin, Hardenbergstr. 33, Aula (Raum 201)

Die apokalyptische Rede – die Rede vom Atomtod und der Klimakatastrophe als zwei Formen einer Selbstauslöschung der Menschheit – findet sich gegenwärtig überall. Sie zirkuliert zwischen Greta Thunberg und Giorgio Agamben, Bruno Latour und Papst Franziskus. Häufig wird die apokalyptische Rede von einem Rückzug auf ein Streben nach Selbsterhaltung bestimmt oder von problematischen Vorstellungen einer Bewahrung und Erneuerung der »Natur«. Unbeantwortet bleibt die Frage nach dem Subjekt einer Veränderung, die die drohende Apokalypse verhindert, die sie obsolet macht oder die eine andere Apokalypse ermöglicht. 

Um die vorherrschende apokalyptische Rede zu unterbrechen, geht der Band, der an diesem Abend vorgestellt werden soll, von einem Aufsatz aus, den Maurice Blanchot in der ersten Hälfte der 1960er Jahre verfasst hat: „Die Apokalypse enttäuscht“. Blanchot antwortet kritisch auf ein Buch von Karl Jaspers, Die Atombombe und die Zukunft des Menschen (1958), in dem die Drohung eines nuklearen Kriegs mit der Drohung des – totalitären – Kommunismus in Verbindung gebracht und der innere Wandel der Einzelnen in den Mittelpunkt eines neuen politischen Bewusstseins gerückt werden.

Gegen Jaspers behauptet Blanchot, dass die von der Atombombe in Aussicht gestellte menschliche Selbstvernichtung zum ersten Mal eine konkrete Idee aufzeigt, die Idee der Menschheit als Ganzes. Diese Ganzheit bleibt aber eine negative, erzwungene, von der Politik der Machthaber aufgenötigte. Die Apokalypse enttäuscht, weil es nicht eine positive Ganzheit ist, die sie bewirkt, ein Entschluss, den die Menschen kollektiv und solidarisch fassen. Damit ein solcher Entschluss überhaupt denkbar ist, muss die negative Ganzheit in eine positive verwandelt werden. Die Menschheit muss aufhören, eine zerrissene Menschheit zu sein. Das kann sie allein, wenn eine weltumspannende kommunistische Gesellschaft „in einem vollgültigen Sinn“ (Blanchot) hergestellt wird.

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An diesem Abend diskutieren die Herausgeber Alexander García Düttmann und Marcus Quent die Thesen des Bandes mit Jan Völker.

Alexander García Düttmann lehrt Philosophie und Ästhetik an der Universität der Künste Berlin. Jan Völker lehrt Philosophie und Ästhetik an der Bauhaus Universität Weimar. Marcus Quent ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Künste Berlin.

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Verlagsinformationen: https://www.diaphanes.net/titel/die-apokalypse-enttaeuscht-7472

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