Die Aufklärung im Herzen Berlins III

Di06Dez19:00Di21:00Die Aufklärung im Herzen Berlins IIIWie kann Erinnerungskultur hier in Zukunft gestaltet werden? Mit Christoph Markschies, Steffen Martus u.a.VeranstaltungsartGespräch,Panel

Details

Keine Epoche wird so kontrovers diskutiert wie die Aufklärung – einerseits als europäischer Herrschaftsdiskurs, andererseits als Wertekanon, in dessen Zentrum der vernunftgeleitete Dialog steht.
 

In der Mitte Berlins, dort wo seit 1973 das Marx-Engels-Forum angelegt worden ist, nicht weit von dem Ort, an dem seit 1871 das Rote Rathaus steht, lebten im 18. und frühen 19. Jahrhundert diejenigen, denen wir die Berliner Aufklärung verdanken. Wissenschaftler:innen, Philosoph:innen, Künstler:innen, Literat:innen, Lehrer;innen und Verleger:innen trafen sich, um das geistige und gesellschaftliche Leben neu zu gestalten. Bekannte Namen sind G. E. Lessing, M. Mendelssohn, F. Nicolai, M. und H. Herz, S. Maimon, K. Ph. Moritz, W. v. Humboldt und R. Varnhagen. Die französische Schriftstellerin Madame de Staël bezeichnete Berlin 1804 als einen Brennpunkt der Aufklärung. Das bezog sie auf die Wissenschaften und die Künste, aber auch die ersten und wichtigsten Stationen der jüdischen Aufklärung, der sog. Haskala, diese ereigneten sich in der Spandauer Straße. 

Um diese historischen Ereignisse hervorzuheben, muss in der Berliner Mitte ein Weg gefunden werden, die Erinnerung daran deutlicher als bisher darzustellen und in der Zukunft aufrufbar zu machen. Es geht um die Forderung nach einer künstlerischen und stadtplanerischen Gestaltung des zurzeit vernachlässigten Felds zwischen Spree und Fernsehturm, vor allem um das Marx-Engels-Forum und den Platz vor dem Roten Rathaus.

Eine Diskussion mit Expert:innen aus den Bereichen Geschichte, Architektur, Stadtplanung und Publizistik: Christoph Markschies (Akademiepräsident), Steffen Martus (Humboldt-Universität zu Berlin), Wolf-Dieter Heilmeyer (AG Berliner Mitte) und Daniel Sprenger (Architektenkammer Berlin).

Eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung Zukunft Berlin  und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.


PROGRAMM

Eröffnung

  • Christophe Knoch  (Stiftung Zukunft Berlin)

Diskussion
Die Aufklärung in Berlin, Praxis (Salons/Treffen), Gestaltung (Denkzeichen/Denk-Orte/Geschichtspfad) und Zukunft (Platz der Demokratie); die Kraft der Aufklärung, aber auch ihre Kehrseiten
Woran wollen wir erinnern, was wollen wir in die Zukunft tragen und wie kann das aussehen?

  • Moderation: Lea Rosh (Direktorin a.D. und Mitglied der AG Berliner Mitte)

Panel
Die Aufklärung in Berlin, Praxis, Gestaltung und Zukunft – Woran wollen wir erinnern, was wollen wir in die Zukunft tragen und wie kann das aussehen?

  • Christoph Markschies (Akademiepräsident)
  • Steffen Martus (Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Wolf-Dieter Heilmeyer (Vertreter der AG Berliner Mitte)
  • Daniel Sprenger (Vorstandsmitglied der Berliner Architektenkammer und freischaffender Landschaftsarchitekt)

Ausblick und Zusammenfassung

  • Christophe Knoch  (Stiftung Zukunft Berlin)

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Zeit

6. Dezember 2022 19:00 - 21:00(GMT+02:00)

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Markgrafenstraße 38, 10117 Berlin

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften