Februar 2021

Do25Feb(Feb 25)11:00Fr26(Feb 26)22:00Die Fäden neu verknüpfenLinke Narrative für das 21. Jahrhundert

Details

Corona-Krise, Klimakrise, Kapitalismuskrise, grassierender Rassismus und Antisemitismus, anti-feministischer Backlash – Anlässe für linke Kritik gibt es dieser Tage viele.
Welche Narrative zirkulieren oder sollten entwickelt werden, die die heterogenen Ansätze linker Interventionen bündeln? Bietet die Literatur dafür ein geeignetes Erprobungsfeld?

Programm
25.02.2021

Panel 1: Die Zukunft erzählen. Spekulative Mythen und Utopien
11-13 Uhr

Wiebke von Bernstorff & Yasemin Dayioglu-Yücel (Hildesheim)
Von Fadenspielen, Tragetaschen und Sammlerinnen. Mehr-als-menschliche Narrative für die Zukunft

Sebastian Schweer (Berlin)
Roads not taken – Möglichkeitsdenken und linke Narrative nach dem ‚Ende der Geschichte‘

Moderation Florian Kappeler

Panel 2: Die Wiederkehr der Klasse in der Gegenwart. Riots und Zeugenschaft
14-16 Uhr

Chris Reitz (München)
Den „Riot“ schreiben. Poetik des Surplus-Proletariats bei Alain Badiou und Sean Bonney

Raffael Hiden (Salzburg)
„Gesellschaftszeugen“: Autofiktionale Formexperimente bei Didier Eribon und Deniz Ohde

Moderation Lisa Brunke

Panel 3: Emanzipatorische Erzählungen im 21. Jahrhundert. Realismus und Mythopoiesis
16-18 Uhr

Sebastian Schuller (München)
Durch die Maschinen! Umfunktionierung des kapitalistischen Realismus als Strategie linker Erzählungen im 21. Jahrhundert

Mareike Gronich (Bielefeld)
Vom Nutzen und Nachteil der Mythopoesis für emanzipatorische Bewegungen – Luther Blissets Roman »Q« und die Folgen

Moderation Stephanie Marx

26.02.2021

Panel 4: Postmigrantisch-jüdischer Antifaschismus. Geschichte & Gegenwart gemeinsamer Narrative
15–17 Uhr

Jara Schmidt & Jule Thiemann (Hamburg)
Postmigrantischer Antifaschismus: neue Kollektive und progressive Gegennarrative

Anna Maria Spener (Bochum)
Das desintegrative Potenzial der deutschsprachigen jüdischen Gegenwartsliteratur anhand von Mirna Funks »Winternähe« (2015)

Moderation Annika Klanke

Abschlussdiskussion zu Panel 1 bis 4. 17–18 Uhr

20h Podiumsdiskussion
Erzählen als politische Praxis. Möglichkeiten und Grenzen linker Narrative

Mit Bini Adamczak, Julia Fritzsche, Lydia Lierke und Massimo Perinelli
Moderation Konstanze Hanitzsch

Neue Erzählung, Um-Erzählung, Gegen-Erzählung oder plurale Erzählungen: Autorin und Künstlerin Bini Adamczak, Journalistin und Autorin Julia Fritzsche, Politikwissenschaftlerin Lydia Lierke und Historiker Massimo Perinelli diskutieren narrative Strategien und erkunden, welche linken Narrative kursieren und inwieweit wir an sie anknüpfen können oder über sie hinausgehen müssen.

Anmeldung zum Online-Workshop erforderlich bis 20.02. unter undercurrentsforum@gmx.de. Alle angemeldeten Teilnehmer*innen erhalten im Vorfeld Zugang zu einer schriftlichen Version der Beiträge. Diese werden in den jeweiligen Panels kurz vorgestellt, der Schwerpunkt liegt auf der Diskussion.

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Zeit

25 (Donnerstag) 11:00 - 26 (Freitag) 22:00

Literaturforum im Brecht-HausChausseestraße 125, 10115 Berlin