Dezember 2019

Mi11Dez19:30Mi21:30Die Krisen der GegenwartMarlene Streeruwitz im Gespräch mit Eva Birkenstock und Holm-Uwe Burgemann

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Moderation: Maike Albath

Kann man den Krisen der Gegenwart mit Romanen auf die Schliche kommen? Marlene Streeruwitz gelingt es. Die österreichische Schriftstellerin, die Anfang der 1990er Jahre mit Theaterstücken bekannt wurde, nimmt in ihrem umfangreichen Werk immer wieder weibliche Überlebensstrategien in den Blick. »Flammenwand« (S. Fischer, 2019) heißt ihr jüngster Roman, der im Frühjahr 2018 in Stockholm beginnt und von einer Frau namens Adele handelt. Diese Adele beobachtet eines Tages ihren Geliebten Gustav, wie er das Haus verlässt. Als sie ihm unbemerkt folgt, fällt ihr ein Wort ein, das ihre Lage charakterisiert: „gelackmeiert“. Eine Gratwanderung zwischen zorniger Befreiung und Selbstverlust nimmt ihren Lauf. Seit ihrem Prosa-Debüt von 1996 erfindet Marlene Streeruwitz gealterte Bond-Girls, fragile Lehrerinnen, zähe PR-Expertinnen und kühle Security-Frauen, die sich der Anpassung verweigern, stoisch ihren Alltag durchstehen und die subtilen patriarchalen Machtsysteme aufdecken. Wie dies gelingt, diskutiert Marlene Streeruwitz mit der Kunsthistorikerin und Ethnologin Eva Birkenstock, Leiterin des Kunstvereins Düsseldorf, und Holm-Uwe Burgemann, Gründer und Herausgeber des Kulturprojekts Prä|Position.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk. Sendedatum: 28. Dezember 2019, 20.05 Uhr.

Eintritt 8 € / 5 €

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