Disappointed Archive
Fr19Sep14:0017:30Disappointed ArchiveWhen a River Flows StraightVeranstaltungsartScreening,Workshop
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Disappointed Archive: When a River Flows Straight ist eine Vorführung und ein Workshop, in dem die Auswirkungen der Modernisierung auf das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion untersucht
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Disappointed Archive: When a River Flows Straight ist eine Vorführung und ein Workshop, in dem die Auswirkungen der Modernisierung auf das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion untersucht werden – und wie diese Geschichte dazu beitragen kann, zeitgenössische Debatten zu Ökologie, Kollektivität und Innovation zu bereichern.
Die erste Stunde ist für Filmvorführungen und eine Präsentation vorgesehen: Gezeigt werden zwei kurze sowjetische Agitprop-Dokumentarfilme aus dem Archiv von Belarusfilm – über Tierhaltung und die Gründung des Biosphärenreservats Beresina auf dem Gebiet des heutigen Belarus.
Anschließend folgt ein Vortrag der Architekturhistorikerin Ksenia Litvinenko (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung), der Auszüge aus einem Dokumentarfilm aus dem Lettischen Filmarchiv enthält und sich mit der Rolle von mobilen Bauten und dem sogenannten Fly-in Fly-out-Urbanismus beim Erdöl- und Erdgasabbau in Westsibirien befasst.
Nach einer Pause werden wir das gezeigte Material gemeinsam mit ausgewählten Texten aus der kritischen Theorie diskutieren und kollektive Notizen anfertigen. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, die Inhalte im Dialog mit unterschiedlichen Wellen westlicher und nicht-westlicher, antikolonialer und ökologischer Theorien zu betrachten. Gerne können eigene themenverwandte Referenzen eingebracht werden, um gemeinsam eine kollektive Materialsammlung zu erstellen (dieser Teil ist optional).
Disappointed Archive: When a River Flows Straight ist die zweite Veranstaltung der Reihe Aesthetics of Disappointment, kuratiert von Anastasia Kolas an verschiedenen Veranstaltungsorten. In diesem Rahmen wird Enttäuschung als diagnostisches Instrument verstanden – als jene Schwellenemotion, die auftritt, bevor sich Verbitterung einstellt. Letztere, als Folge der Enttäuschung, verweist auf einen Zustand der Stagnation und eine passive Opferhaltung. Im Gegensatz dazu wird der Fokus auf Enttäuschung als reparative Lesart angeboten – eine Anerkennung sowohl der gescheiterten Erwartung als auch der Entscheidung und des Handlungsspielraums, der trotz oder gerade durch das Gefühl der Enttäuschung bestehen bleibt.
14 bis 17:30 Uhr, mit Pausen
Bei Interesse bitte per E-Mail anmelden: anastasia.kolas@protonmail.com
