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Schon vor ihrem Besuch im Humboldt Forum und den Sammlungen des Ethnologischen Museums stand für die hawaiianische Autorin Noʻu Revilla fest: Auf die kiʻi (heilige Figur)
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Schon vor ihrem Besuch im Humboldt Forum und den Sammlungen des Ethnologischen Museums stand für die hawaiianische Autorin Noʻu Revilla fest: Auf die kiʻi (heilige Figur) der Kihawahine, einer der machtvollsten Gottheiten der hawaiianischen Geschichte, wollte sie reagieren. Ohne zu wissen, dass das Objekt selbst nicht zu sehen sein würde, begab sie sich auf Spurensuche – zu den Orten, an denen die heilige Figur aufbewahrt und bewegt wurde. Sie fragte, was mit ihrem Körper geschah, wer ihr Gesellschaft geleistet hat und wie sie nach Hause zurückkehren wird. Nun präsentiert Noʻu ihren persönlichen Text über Kihawahine – entstanden aus einer Begegnung, die sich dem Sehen entzog und stattdessen aus der Kraft von Geschichten und Gesang erwuchs.
Noʻu Revilla ist aloha ʻāina-Dichterin und Pädagogin. Geboren und aufgewachsen auf der Insel Maui, hat sie hawaiianische, visayanische und deutsche Wurzeln. Sie ist Autorin von Ask the Brindled, das in die renommierte National Poetry Series aufgenommen und mit dem Balcones Prize ausgezeichnet wurde. Ihre Texte erschienen unter anderem in Lit Hub, Poetry Northwest, World Literature Today, Prairie Schooner und Split This Rock. Mit Lesungen und Performances war sie international präsent – von Hawaiʻi über New York bis nach Papua-Neuguinea und Berlin. Ihr Poesiefilm Nānā i ke kumu wurde 2026 zum Mother Tongue Film Festival der Smithsonian Institution eingeladen. Zudem wurden ihre Gedichte für Tanz- und Theaterproduktionen in ganz Ozeanien adaptiert.
