Ernst Busch in Spielfilmen der Weimarer Republik (Teil 6)
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Ein lange Jahre verschollener Ernst-Busch-Film kann hier wieder besichtigt werden. Entstanden ist er unter der Regie von Robert Wohlmuth bei der Ufa-Konkurrenz Emelka in München.
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Ein lange Jahre verschollener Ernst-Busch-Film kann hier wieder besichtigt werden. Entstanden ist er unter der Regie von Robert Wohlmuth bei der Ufa-Konkurrenz Emelka in München. Der Streifen um Lokführer Karl (Otto Wernicke) und seinen Heizer Hans (Ernst Busch) bietet eine bunte Mischung von Elementen des Unterhaltungsfilms – wenn etwa eine Wander-Modenschau in der Provinz auftaucht, sich unsere beiden Eisenbahner, am Ende erfolglos, um das flotte Mädchen Marie (Trude Berliner) bemühen und dann bei einer gemeinsamen Bergtour (Luis Trenker lässt grüßen) erkennen müssen, dass sie beide keine Chance hatten. Eindrucksvoll sind daneben die Szenen im Führerstand der dahindonnernden Lok. Wie routiniert Busch auf engem Raum mit der kurzen Heizerschippe umzugehen weiß, wie zielgenau seine Kohlenladung jeweils das offene kleine Feuerloch trifft, verrät längeres Training vor Ort. Dokumentarisch sind auch die Szenen von einem großen Eisenbahner-Sportfest. Dort startet Busch im 1.500-Meter Lauf – und gewinnt natürlich das Rennen. Noch ein "Bonbon" für Kenner und Liebhaber einer später großen Schauspielerin: Als gestrenge Tante des Mädchens Marie ist die 33jährige Therese Giehse (gerade an den Münchner Kammerspielen engagiert) in ihrer zweiten kleinen Emelka-Filmrolle zu sehen.
Einführung: Dr. Jürgen Schebera
Moderation: Dr. Carola Schramm
Eine gemeinsame Veranstaltung von Helle Panke e.V. und der Ernst-Busch-Gesellschaft.
Kosten: 3,00 Euro
