Januar 2021

Fr08Jan19:30Eure Armut kotzt uns anWohlstandschauvinismus in Deutschland

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GEGEN//ÜBER – Debatten zur Gegenwart

VOR ORT UND IM LIVESTREAM

mit Sarah Speck und Thomas Ebermann

Wohlstandschauvinistsche Ressentiments sind ein maßgeblicher Motor der politischen Debatten der vergangenen Jahre. Die Ablehnung sozial Abgehängter und Prekarisierter aufgrund ihrer Armut ist ein Anknüpfungspunkt der Neuen Rechten zum Distinktionsbedürfnis der Mittelschicht. Ob es gegen „Leistungsunwillige“, „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder „Fremdarbeiter“ geht – der mal offene, mal unausgesprochene Appell an die Besitzstandswahrung verfängt parteien- und milieuübergreifend und festigt die zunehmende Vermögensungleichheit. Die feministische Analyse wiederum hat den Überlegenheitsgestus des Chauvis in seinen unterschiedlichen Facetten herausgearbeitet.
Wir diskutieren, wie sich das Verhältnis von realen und suggerierten wirtschaftlichen Ängsten einerseits und das Erstarken antisemitischer, fremdenfeindlicher und misogyner Ideologie andererseits heute fassen lässt.

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