Dezember 2019

Do05Dez18:30Do20:30Eva HornKunst im Anthropozän

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Studium Generale fundamente: Prof. Stefan Klein und Christian Schwägerl im Gespräch mit Prof. Eva Horn, „Kunst im Anthropozän“

Prof. Stefan Klein und Christian Schwägerl im Gespräch mit
Prof. Eva Horn:
„Kunst im Anthropozän“

Veranstaltung in deutscher Sprache. Gastgeber: Prof. Stefan Klein.
ACHTUNG: Begrenzte Sitzplatzkapazität; wir danken für Ihr Verständnis, falls nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. Keine Reservierung möglich.

„Anthropozän“ ist nicht nur ein erdgeschichtlicher Begriff für die Gegenwart, sondenr das Kürzel für eine tiefgreifende ökologische Krise des Erdsystems. Welche Rolle kann Kunst in dieser Situation spielen? Was heißt es, diese fundamental vom Menschen veränderte Welt ästhetisch darzustellen? Häufig wird erwartet, dass Kunst diese Krise thematisch macht, also z.B. Klimawandel und Artenverlust zu ihren Gegenständen erhebt und so ein Bewußtsein für ökologische Probleme schafft. Demgegenüber möchte ich vorschlagen, dass es vor allem Probleme der Form sind, die Kunst im Anthropozän zu lösen hat. Es geht um einen fundamental veränderten Zugang zur Welt, der durch Latenz, planetarische Verwobenheit und Probleme der Größenordnung geprägt ist. Um diese veränderte Struktur der Welt und des Weltzugangs zu reflektieren, kann Kunst nicht bei bloßer Thematisierung stehenbleiben, sondern muss ihn in die Struktur ihrer Formen aufnehmen.

Eva Horn, studierte Germanistik, Allgemeine Literaturwissenschaft, Romanistik und Philosophie in Bielefeld, Konstanz und Paris. 1996 wurde sie an der Universität Konstanz mit einer Arbeit über Textformen der Trauer in der Literatur der Goethezeit promoviert. Von 1999 bis 2005 war sie als Hochschulassistentin an der Fakultät für Kulturwissenschaft der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) tätig, unter anderem als Koordinatorin des Graduiertenkollegs Repräsentation – Rhetorik – Wissen. Nach ihrer Habilitation wurde sie 2005 an die Universität Basel berufen. 2008 erhielt sie einen Ruf an die Universität Wien und ist dort seit 2009 als Universitätsprofessorin tätig. Eva Horn ist Beisitzerin im Vorstand des Gesprächskreises Nachrichtendienste in Berlin.

Christian Schwägerl ist Journalist, Buchautor und Mitgründer der RiffReporter-Genossenschaft sowie der Riff freie Medien gGmbH. Nach der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule und dem Biologiestudium hat er als Politikkorrespondent bei der Berliner Zeitung (1997-2001), Feuilletonkorrespondent der FAZ (2001-2008) und Politikkorrespondent im Bundesbüro des SPIEGEL (2008-2012) gearbeitet. Seit 2012 ist er freier Journalist und schreibt für GEO, ZEIT Wissen, FAZ, Yale E360 und andere Medien. Von ihm stammen die Bücher „Menschenzeit“ über das Anthropozän, „11 drohende Kriege“ über globale Konfliktrisiken und „Analoge Revolution“ über die Zukunft digitaler Technologien. Er gehört zu den Gründern des Anthropozän-Projekts am Haus der Kulturen der Welt Berlin (HKW) und war Ko-Kurator der Sonderausstellung zum Anthropozän am Deutschen Museum München. Schwägerl leitet seit 2014 die „Masterclass Wissenschaftsjournalismus“ der Robert Bosch Stiftung. Bei RiffReporter gehört er zum Team der Projekte „AnthropoScene“ über das Anthropozän und „Flugbegleiter“ über Vogelwelt und Biodiversität.

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