Italian Theory

Fr01Jul14:00Sa02(Jul 2)13:15Italian TheoryLiteratur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf eine philosophische Bewegung der GegenwartVeranstaltungsartKonferenz

Details

Die philosophische Bewegung der Italian Theory, zu deren Hauptvertretern Giorgio Agamben, Roberto Esposito und Toni Negri zählen, ist auf die kritische Reflexion der Begriffe Leben, Politik und Geschichte sowie ihrer jeweils unterschiedlich konzipierten Verhältnisse fokussiert. Seit mehr als einem Jahrzehnt findet sie sich im Zentrum einer intensiven, international geführten Debatte. Mit der Publikation der Anthologie Italian Theory im Merve-Verlag 2020 (herausgegeben von A. Lucci, E. Schomacher und J. Söffner), sind die Themen und die Gründungstexte der Debatte auch einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht worden.
Der Workshop an der Humboldt-Universität zu Berlin, organisiert in Zusammenarbeit mit der Zeppelin-Universität Friedrichshafen und mit dem Italienischen Kulturinstitut, hat nicht allein zum Ziel, gemeinsam mit einigen der Hauptvertreter*innen der Italian Theory – wie Roberto Esposito, Dario Gentili, Vittoria Borsò und Enrica Lisciani-Petrini – die philosophisch-konzeptuellen Eckpfeiler der Debatte zu diskutieren. Vor allem wird es darum gehen, deren Potential als theoretisches Instrumentarium im Feld der Literatur- und Kulturwissenschaften in den Blick zu nehmen.
Die Veranstaltung umfasst die Präsentation der kürzlich erschienenen Monographie Roberto Espositos, Immunità comune. Biopolitica all’epoca della pandemia (Einaudi 2022) in den Räumen des Italienischen Kulturinstituts in Berlin am 01.07.2022 um 19:00 Uhr, in der einer der bekanntesten Vertreter der Italian Theory im Licht der aktuellen Entwicklungen um die Corona-Pandemie eine gegenwartsbezogene Lesart der Kategorien Leben, Politik, Institution und Konflikt sowie ihrer wechselseitigen Bezüge ausarbeitet.

Programm

Tag I, 1.7.2022

14:00-14:45:
Ankunft, Begrüßung und Einführung durch die Organisator:innen

14:45-15:45:
Panel 1: Genealogien und Methodologien des italienischen Denkens

Enrica Lisciani-Petrini:
Das italienische „Denken des Lebens“. Ein Exkurs zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Antonio Lucci:
Italian Theory als Methode: Genealogie, Perspektiven, offene Fragen.

15:45-16:00: Pause

16:00-17:00:
Panel 2: Italian Theory zwischen Vergangenheit und Zukunft

Philipp Felsch:
Vor der Italian Theory. Anmerkungen zur italienisch-deutschen Ideengeschichte

Jan Söffner: Nach der Italian Theory. Schlaglichter auf das Denken um 2042

19:00: Buchpräsentation am Italienischen Kulturinstitut
Roberto Esposito:
Immunità commune. Biopolitica all’epoca della pandemia (Turin, 2022)

Tag II, 2.7.2022

9:30-10:30:
Panel 3: Ästhetische und biopolitische Dimensionen in der Italia Theory

Luca Viglialoro:
Ästhetik und Italian Thought.

Vittoria Borsò:
„Lebenstrieb“ und „Macht des Lebens“. Anregungen der affermativen Biopolitik heute.

10:30-10:45: Pause

10:45-11:45:
Panel 4:
Perspektiven auf die Geschichte der italienischen Biopolitik

Marie Guthmüller:
Die Entstehung der Wissenschaften vom Menschen zwischen Biopolitik und Idealismus. Ein italienischer Sonderweg?

Esther Schomacher:
Italian Non-Theory? Leben, Politik, Konflikt – und Literatur. Der „Fall“ Svevo.

11:45-12:00: Pause

12:00-13:00:
Panel 5: Krise, Biopolitik, Regierung: aktuelle Fragen

Dario Gentili:
Krise als Regierungskunst und biopolitischer, instituierender Konflikt: Urteilskraft, Entscheidung, Entschlossenheit.

Roberto Esposito:
Italian Theory, heute.

13:00-13:15:
Abschlussdiskussion

Tagungssprachen sind Deutsch und Italienisch. Eine Übersetzung der Vorträge in die jeweils andere Sprache wird zur Verfügung gestellt. Die Diskussionen werden asynchron übersetzt.

Ort: Dorotheenstraße 24, Raum 1.601

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Zeit

1 (Freitag) 14:00 - 2 (Samstag) 13:15

HU BerlinUnter den Linden 6