November 2020

Do05Nov(Nov 5)20:00Sa07(Nov 7)15:00kamalatta lesenÖffentliche Tagung zum Werk Christian Geisslers

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Vorträge | Diskussionen
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Donnerstag, 05.11.2020, 20 Uhr

Konsequent, radikal, zerrissen. Ein Abend zu Christian Geissler

Mit Lysann Schläfke, Marie Wolff und Lisa Dressler
Moderation Detlef Grumbach

In einer vielstimmigen Lesung aus »kamalatta« greifen die Leipziger Schauspielerinnen Lysann Schläfke, Marie Wolff und Lisa Dressler einzelne, inhaltlich und formal zentrale, teils auch widersprüchliche Passagen heraus und setzen diese in ein spannungsreiches Mit- und Gegeneinander. Außerdem werden das Hörstück »Die Distanz war gegeben« (2019) von Clemens Böckmann und Ausschnitte aus Christian Geisslers Dokumentarfilm »Grenzansichten« (1970) vorgeführt. Durch den Abend führt Detlef Grumbach.

Freitag, 06.11.2020, 10 Uhr

Jochen Schimmang: „Die Mühe ums Leben“ – Über den emphatischsten Begriff im Werk Christian Geisslers

Sabine Peters: Wege der Wünsche – Umwege, Irrwege und Suchwege in »kamalatta«

Klaus Weber: „dem schlachthaus die stirn: die liebe“ – Christian Geisslers Menschenliebe von »kalte zeiten« bis »kamalatta«

Ingo Meyer: Widerstand, Befreiung – und Romantik? – Über den Ort von Geisslers »kamalatta« als „romantisches Fragment“ im Diskurs der Gegenwartsliteratur

Gerhard Bauer: »kamalatta«-Sprache oder: Die Freisetzung des Intellekts vom „Hofgang unserer Gedanken“

Matthias Krumpholz: „Sprache des Widerstands, Sprache des Lernens“ – Versuch einer poetologischen Einordnung zu Geisslers »kamalatta«

Jan Decker: »kamalatta« und »Unser Boot nach Bir Ould Brini«: Das Motiv des Verstummens als Steigerungsmittel der politischen Wirkungsabsicht

Detlef Grumbach: Antifaschismus und die Lehren aus der Geschichte in Christian Geisslers »kamalatta«

Cornelius Schwehr: Musik in der Sprache, Sprache als Musik

Freitag, 06.11.2020, 20 Uhr

Polarisierung, Widerstand & Militanz. Möglichkeiten einer Politischen Ästhetik heute

Mit Dorothea Dieckmann, Hanna Mittelstädt und Ulrich Peltzer
Moderation Helmut Böttiger

Christian Geissler war gleichermaßen politischer Aktivist und literarischer Autor. Sein Werk atmet die Lust und die Liebe zu leben, erzählt von existenziellen Bedrohungen, Kämpfen und Glück. Seine Konsequenz, Radikalität und Zerrissenheit geben seinen Büchern ihre Aktualität und fordern zugleich, über die gegenwärtige Notwendigkeit von Widerstand und Militanz nachzudenken – egal, ob es gegen alte und neue Nazis, die neoliberale Wirtschaftsordnung, Rassismus oder um die Rettung des Klimas geht.

Samstag, 07.11.2020, 10 Uhr

Jan Hendrik Schulz: Kontinuum der Solidarität. Christian Geissler und die Hungerstreiks der RAF

Pauline Pieper: „Höhlebauen ist immer wichtig“. Kindheit zwischen Geborgenheit und Ausgeliefertsein

Dirk Brauner: „Aufstand der Träume“. Rocker und das Problem der Gattung in Christian Geisslers »kamalatta«

Johannes Christof: „Gold rollt der Vogel Pirol“ – Das Vogelmotiv in Christian Geisslers Roman »kamalatta«

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Zeit

5 (Donnerstag) 20:00 - 7 (Samstag) 15:00

Literaturforum im Brecht-HausChausseestraße 125, 10115 Berlin