Dezember 2019

Di03Dez18:15Di19:45Lucia AllaisMuseums also Die: Climates of Modernism in the Tropical Post-Colony, 1960–1975

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Zeitgenössische Kunst und Ästhetik im Kontext hochtechnologischer Umgebungen ist das Thema einer öffentlichen Vortragsreihe im Wintersemester 2019/2020 an der Freien Universität Berlin. Den Auftakt bildet am 22. Oktober ein Vortrag des Kunsthistorikers Dr. Luke Skrebowski (The University of Manchester) mit dem Titel „Pierre Huyghe and Ecosystems Aesthetics in the Capitalocene“. Die Vortragsreihe ist Teil des Programms „Offener Hörsaal“. Alle Termine sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Die Reihe „Kunst und Umwelt: Räume, Orte. Systeme“ findet dienstags von 18.00 bis 20.00 Uhr in Hörsaal 1 b des Universitätsgebäudes in der Habelschwerdter Alle 45 statt.

Seit den sechziger Jahren definieren sich zeitgenössische Kunstpraktiken über die Umstände ihrer Produktion und Rezeption: Von der minimalistischen Skulptur und sogenannten Land Art über Ortspezifik und „institutioneller Kritik“ bis hin zur Installationskunst und „relationalen Ästhetik“ wurde das Kunstwerk nicht länger als geschlossene Form und autonomes Objekt verstanden. Stattdessen sind ästhetische Erfahrungen und Reflektionen auch verbunden mit den architektonischen, landschaftlichen, sozialen oder ökonomischen Sphären der Kunst. In Reaktion darauf haben Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker in einem anhaltenden interdisziplinären Dialog Begriffe wie Ort, Kontext, Situation, Milieu, Umwelt, System, Feld, Netzwerk und „Environment“ entwickelt und in die eigene Methodik integriert.

Vor diesem Hintergrund gehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie eine international renommierte Künstlerin in der Ringvorlesung von der Beobachtung aus, dass die universitäre Auseinandersetzung mit gegenwärtige Kunst sich über Fachgrenzen hinweg mit einer neuen Herausforderung konfrontiert sieht. Das Verhältnis von Kunst zu ihren Entstehungs- und Wahrnehmungskontexten sei dabei, sich zu wandeln: In Werken von Künstlerinnen und Künstlern wie Pierre Huyghe, Natascha Sadr Haghighian, Hans Haacke, Cyprien Gaillard, Rosemarie Trockel und Carsten Höller, Pawel Althamer, Adrian Villar Rojas, Otolith Group, Kristina Buch, Petrit Halilaj werden ästhetische Formen verbunden mit natürlichen Materialien, Lebewesen, technologischen Apparaten und kulturellen Diskursen.

Das Veranstaltungsprogramm „Offener Hörsaal“ der Freien Universität umfasst im Wintersemester 2019/2020 zwei weitere Themenschwerpunkte: Altertumswissenschaftliche Forschung im Zeitalter des digitalen Wandels und Adolph Freiherr Knigges Werk „Über den Umgang mit Menschen“. Die Vorträge richten sich an Studierende und sind offen für alle Interessierten.

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