Mierle Laderman Ukeles

So14Jan11:30So13:00Mierle Laderman UkelesTouching MaintenanceVeranstaltungsartGespräch,Vortrag

Mierle Laderman Ukeles Touching Maintenance

Details

Das wegweisende Werk der feministischen und multidisziplinären Künstlerin Mierle Laderman Ukeles stellt die existentielle Notwendigkeit und Endlosigkeit alltäglicher Sorgearbeit in den Mittelpunkt – sei es im privaten Bereich, in der Stadt oder auf der Mülldeponie. In ihrem „Manifesto for Maintenance Art“ von 1969 erklärte Ukeles Wartungsarbeit zur Kunst. Seit 1977 ist sie offizielle und unbezahlte Artist in Residence beim New York City Department of Sanitation und befasst sich seither mit dem städtischen Abfallstoffwechsel.

Anlässlich der Finissage der Ausstellung „The Great Repair“ wird sie erstmals in Berlin über ihr umfangreiches Œuvre sprechen. In ihrem Vortrag, dem anschließenden Beitrag der Wissenschaftlerin Lisa Baraitser und der gemeinsamen Diskussion mit der Kuratorin Bettina Knaup geht es um die verkörperten, materiellen und zeitlichen Dimensionen der (künstlerischen) Überlebensarbeit, sowie um die Notwendigkeit der Sorge um das Irreparable.

Mierle Laderman Ukeles beschäftigt sich seit den späten 1960er Jahren mit dem lebenserhaltenden Wert von Sorge- und Instandhaltungsarbeit. In Performances, Ausstellungen, Skulpturen, gebäudeübergreifenden Installationen, Arbeitsballetten sowie Klang- und Videoarbeiten hat die Künstlerin mit zahllosen Pflegearbeiter*innen, mit ihren Materialien und innerhalb ihrer Infrastrukturen zusammengearbeitet. Sie wird von der Ronald Feldman Gallery, NYC, vertreten und ist international durch Ausstellungen und Vorträge präsent. Zuletzt sind erschienen: Mierle Laderman Ukeles. Seven Work Ballets (Ausst.-Kat., 2015); Mierle Laderman Ukeles. Maintenance Art (Ausst.-Kat., 2016).

Lisa Baraitser ist Professorin für Psychosoziale Theorie in den Psychosocial Studies an der Birkbeck University of London. Sie ist die Autorin von Maternal Encounters: The Ethics of Interruption (2009) und Enduring Time (2017). Sie schreibt über Mutterschaft, Pflege, Zeitlichkeit, Psychoanalyse und Feminismus. Von 2017 bis 2023 leitete sie das Forschungsprojekt Waiting Times, das die Beziehung zwischen Zeit und Pflege im britischen Gesundheitswesen untersuchte.

Bettina Knaup, freie Kuratorin und Autorin (Berlin), hat zahlreiche internationale Festivals, Ausstellungen und Projekte (ko-)kuratiert, darunter das Performance- und Archiv-Projekt re.act.feminism, das von 2008 bis 2013 durch Europa getourt ist und 2022 im Rahmen der Manifesta 14 in Pristina wieder aufgelegt wurde. Basierend auf ihrer Doktorarbeit bereitet sie zurzeit ein kollaboratives künstlerisches Projekt vor, das sich mit Abfallinfrastrukturen beschäftigt.

Finissage von The Great Repair

Mit Mierle Laderman Ukeles, Lisa Baraitser, Bettina Knaup

Kuratiert von Bettina Knaup

In englischer Sprache

€ 6/4

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