Reclaim Kunstfreiheit

Di10Okt18:00Di21:00Reclaim KunstfreiheitInstitut für Neue Soziale Plastik • Kongresseröffnung mit Lecture Performance und PaneldiskussionVeranstaltungsartEröffnungsveranstaltung,Lecture Performance,Panel

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Seit den Erfolgen der antisemitischen BDS-Bewegung im Kulturbereich, der Initiative GG 5.3 Weltoffenheit und der Debatte um die documenta fifteen ist der Eindruck eines Diskurses entstanden, in dem sich Kunstfreiheit und Antisemitismuskritik unversöhnlich gegenüberstehen. Während Kulturarbeitende und Künstler:innen von Kunstfreiheit sprechen, versuchen NGOs, antisemitismuskritische Wissenschaftler:innen und Journalist:innen, Antisemitismus zu thematisieren. Es ist augenfällig, dass jüdische und antisemitismuskritische Künstler:innen hierbei nur selten zu Wort kommen. Ein Jahr nach der documenta fifteen hat sich eine Diskurslogik festgesetzt, die einerseits pauschale Urteile über „den Kulturbetrieb“ produziert, andererseits die Herausforderungen, vor denen antisemitismuskritische Künstler:innen stehen, ignoriert.

Der Kongress „Reclaim Kunstfreiheit. Antisemitismuskritik, Kunst & Kultur“ rückt künstlerische Arbeiten zu Antisemitismus in den Fokus und lässt antisemitismuskritische Künstler:innen zu Wort kommen. Auf Panels und in Workshops werden Handlungsbedarfe sowie politische, zivilgesellschaftliche und künstlerische Strategien gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb diskutiert. Im Fokus stehen dabei Perspektiven von Künstler:innen, die von Antisemitismus betroffen sind.

Kuratiert von Stella Leder und Mia Alvizuri Sommerfeld in Zusammenarbeit mit Benno Plassmann, Tina Turnheim, Matthias Naumann und Florian Thamer. Der Abend ist die Auftaktveranstaltung von Reclaim Kunstfreiheit. Antisemitismuskritik, Kunst & Kultur des INSTITUTS FÜR NEUE SOZIALE PLASTIK.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist obligatorisch: reclaim@neue-soziale-plastik.org

Kongreßeröffnung, Lecture Performance und Paneldiskussion

18:00 Uhr Eröffnungsrede von Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus: „Der schwierige Kampf gegen Antisemitismus in Kunst und Kultur“

18:15 Uhr Lecture Performance: Hier und dort, Trauma und Gewalt

Von Matthias Naumann mit Konstantin Frank und Anabel Möbius. Die Lecture Performance wirft fragmenthafte Blicke auf Topoi israelischer Dramatik, die die Shoah verhandelt – von der Staatsgründung 1948 bis heute –, und streift in einem kleinen Exkurs die deutsche Rezeption. Mit Ausschnitten aus Theatertexten von Ben-Zion Tomer, Hanoch Levin und Hadar Galron. Ausgewählt und eingerichtet von Matthias Naumann (Futur II Konjunktiv / Neofelis Verlag).

19:30 Uhr Bar & Pause

20:00 Uhr Paneldiskussion: Kontinuitäten und Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Kulturinstitutionen

Mit Barbara Mundel (Intendantin, Münchner Kammerspiele), Julia Voss (Kuratorin, Deutsches Historisches Museum), Samuel Salzborn (Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus), Moderation: Benno Plassmann (Institut für Neue Soziale Plastik)

Informationen zu den weiteren Veranstaltungen innerhalb von Reclaim Kunstfreiheit (10.-16.Oktober 2023) finden Sie unter www.neue-soziale-plastik.de

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist obligatorisch: reclaim@neue-soziale-plastik.org

Der Abend ist die Auftaktveranstaltung von Reclaim Kunstfreiheit. Antisemitismuskritik, Kunst & Kultur des INSTITUTS FÜR NEUE SOZIALE PLASTIK.

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Zeit

10. Oktober 2023 18:00 - 21:00(GMT+02:00)

Volksbühne Berlin

Linienstraße 227, 10178 Berlin

Volksbühne Berlin