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Moderation: Nicolas Longinotti (Freie Universität Berlin) In englischer Sprache Der Vortrag untersucht die Figur der Nymphe als transkulturelles Motiv zwischen
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Moderation: Nicolas Longinotti (Freie Universität Berlin)
In englischer Sprache
Der Vortrag untersucht die Figur der Nymphe als transkulturelles Motiv zwischen italienischer Renaissance und kolonialer Literatur des Virreinato del Perú. Im Zentrum steht die Frage, wie weibliche Figuren aus der europäischen – insbesondere italienischen – Tradition in der frühneuzeitlichen amerikanischen Epik aufgenommen und transformiert werden. Ausgehend von Boccaccio analysiert Sarissa Carneiro die politischen und poetischen Funktionen der Nymphe in kolonialen Kontexten sowie ihre Rolle in Prozessen der Alteritätskonstruktion und Geschlechterordnung in den epischen Poemen von Camões und Ercilla und weiteren Autoren. Besonderes Augenmerk gilt dabei drei Pathosformeln der hispanoamerikanischen Epik: der fliehenden Nymphe, der Kanephore und der Orakelsprecherin. Der Vortrag verbindet Ansätze der Global Renaissance Studies mit Fragen nach Gender, Kolonialität und interkultureller Literaturgeschichte.
Mit freundlicher Unterstützung der Ernst-Reuter-Gesellschaft
Raum 2.2058 (Holzlaube),
Freie Universität Berlin,
Fabeckstr. 23-25

