Do02Jul18:0020:00Shira MironGertrud Kolmar – Dichten gegen den AlltagVeranstaltungsartVortrag
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Ort: Heinrich-Schulz-Bibliothek, Otto-Suhr-Allee 98,10585 Berlin Kontakt: Dirk Naguschewski ZfL-Projekt(e): Nachbarschaft und Wissenschaft In der unmittelbaren Nachkriegszeit war
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Ort: Heinrich-Schulz-Bibliothek, Otto-Suhr-Allee 98,10585 Berlin
Kontakt: Dirk Naguschewski
ZfL-Projekt(e): Nachbarschaft und Wissenschaft
In der unmittelbaren Nachkriegszeit war der Name von Gertrud Kolmar (1894–1943), die 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde, kaum jemandem vertraut. Ihre bedeutendsten und poetisch anspruchsvollsten Werke, darunter der Gedichtzyklus Welten (1937) und die Novelle Susanna (1940), schrieb die deutsch-jüdische Dichterin unter zunehmend bedrängenden Umständen im nationalsozialistischen Berlin. Der Zwangsumzug mit ihrem Vater in ein sogenanntes »Judenhaus« in der heutigen Münchener Straße, die Trennung von der bereits geflüchteten Schwester und die tägliche Zwangsarbeit bilden den alltäglichen Hintergrund ihres fantasievollen literarischen Schaffens, das erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts seinen überfälligen Platz im Kanon der deutschsprachigen Literatur erhielt.
Es lesen Feryal Djavadi und Dilan Graf, Studierende im Studiengang Schauspiel an der Universität der Künste Berlin.
Literarische Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf
Zahlreiche Autoren und Autorinnen, die das kulturelle Leben ihrer Zeit mitgeprägt haben, haben Jahre ihres Lebens in den Berliner Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg verbracht. In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) und dem Studiengang Schauspiel der Universität der Künste Berlin (UdK) stellt die Stadtbibliothek Charlottenburg-Wilmersdorf einige von ihnen vor.
