Sprachen der Physik

Mo27MaiGanztägigSprachen der PhysikVeranstaltungsartWorkshop

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Organisiert von Magdalena GronauMartin Gronau

Kontakt: kontakt@philologie-der-physiker.de

ZfL-Projekt(e): Die Philologie der Physiker

Mit dem Aufschwung der theoretischen Physik und ihren bahnbrechenden Revolutionen an der Epochenschwelle um 1900 schickte sich die Mathematik an, zur »Muttersprache der Moderne« (Herbert Mehrtens) zu werden. Obwohl die theoretischen Physiker der damaligen Zeit nicht selten einen defizitären Charakter der Gemeinsprache im Vergleich zu mathematischen Formalismen diagnostizierten, nahm das Verhältnis von »Sprache und Wirklichkeit« (Werner Heisenberg) eine zentrale Position in den erkenntnistheoretischen Reflexionen der Gründerväter der Quantentheorie ein. Erstaunlicher als diese auch vor dem Hintergrund sprachphilosophischer Strömungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu analysierende »(Sprach-)Philosophie der Physiker« (Erhard Scheibe) ist der Umstand, dass (natürliche) Sprachen und daran anschließende Konzepte (Grammatik, Übersetzung etc.) für die theoretischen Physiker offenbar ein wichtiges Bezugsfeld bildeten, wenn sie sich über verschiedene (mathematische) Ansätze und disziplinüberschreitende Probleme verständigten.
  
Im Format eines niederschwelligen Workshops werden ausgehend von kurzen Impulsreferaten Texte aus dem weiteren Umfeld der theoretischen Physik gemeinsam erschlossen und die darin verhandelten »Sprachen der Physik« vor ihrem kultur- und wissenschaftsgeschichtlichen Hintergrund diskutiert. Dabei werden Schlaglichter auf atomphysikalische Relationierungen von Sprache und Natur(betrachtung), auf Reflexionen disziplinärer Sprachvielfalt sowie auf (natürliche) Sprachen geworfen, denen vonseiten der Physiker besondere Relevanz in der Naturbeschreibung eingeräumt wurde.

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Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

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