Streitraum: »Koloniales Erbe oder: das große Vergessen«

So13Feb12:00So14:00Streitraum: »Koloniales Erbe oder: das große Vergessen«Mit René Aguigah, Tessa Ganserer, Hartmut Dorgerloh und Léontine Meijer-van MenschVeranstaltungsartGespräch

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Carolin Emcke im Gespräch mit René Aguigah (Kulturjournalist),Tessa Ganserer (Abgeordnete der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen), Hartmut Dorgerloh (Generalintendant des Humboldt Forums) und Léontine Meijer-van Mensch (Direktorin der Völkerkundemuseen in Dresden, Leipzig und Herrnhut)

Nicht erst seit der Auseinandersetzung um das Humboldt Forum ist die lange verzögerte oder verdrängte Debatte um die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter virulent. Wie lässt sich erklären, dass Museen ihr koloniales Erbe so lange nicht adressiert haben? Welche Strukturen und welche Ideologien, welches Unwissen und welche Ressentiments haben eine postkoloniale, antirassistische Solidarität verhindert? Wie lässt sich eine neue Beziehungsethik gestalten, in der das Zurückgeben illegitim angeeigneter Güter erfolgen kann?

RENÉ AGUIGAH (*1974, Würzburg) ist Kulturjournalist und Moderator. Er leitet das Ressort Literatur bei Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. Nach dem Studium der Geschichte, Philosophie und Journalistik in Dortmund und Bochum arbeitete er zunächst bis 2005 als Redakteur bei WDR 3 und bis 2010 bei der Bücherzeitschrift »Literaturen« im Bereich Sachbuch. Außerdem schrieb er für verschiedene Kulturzeitschriften und Feuilletons (taz, F.A.Z., Frankfurter Rundschau, Kursbuch u. a.). 2010 kam er zum Deutschlandradio. Er lebt in Berlin.

HARTMUT DORGERLOH (*1962, Ost-Berlin) ist seit Juni 2018 Generalintendant des Humboldt Forums. Zuvor hat der promovierte Kunsthistoriker, Denkmalpfleger und Kulturmanager von 2002 bis 2018 die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg geleitet. Er lehrt seit 2004 als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin, nimmt seit 2007 regelmäßig Lehraufträge an der Universität Bern wahr und war Scholar am Getty Research Institut in den USA. International ist er u. a. durch seine langjährige Vorstandstätigkeit bei ICOM-DemHist und der Association des Résidences Royales Européennes (ARRE) vernetzt.

LÉONTINE MEIJER-VAN MENSCH (*1972, Hilversum) ist Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen von Sachsen (Völkerkundemuseen zu Dresden, Leipzig und Herrnhut). Zuvor war sie Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin, stellvertretende Direktorin des Museums europäischer Kulturen in Berlin und Dozentin für Museologie und museale Berufsethik an der Reinwardt-Akademie in Amsterdam. Sie ist in den Vorständen mehrerer internationaler Museumsorganisationen aktiv und lehrt regelmäßig als Gastdozentin bei verschiedenen Studienprogrammen zum Thema Kulturerbe in ganz Europa.

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Zeit

13. Februar 2022 12:00 - 14:00(GMT+02:00)

Schaubühne am Lehniner Platz

Kurfürstendamm 153 10709 Berlin

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