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Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "ErzählStoff. Neue Perspektiven auf Literatur", einer Kollaboration zwischen dem EXC 2020 "Temporal Communities" und den
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Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe zur Ausstellung "ErzählStoff. Neue Perspektiven auf Literatur", einer Kollaboration zwischen dem EXC 2020 "Temporal Communities" und den Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen des neu entwickelten Forschungscampus Dahlem.
In der rhythmischen Bewegung geschickter Hände offenbart sich ein altes Handwerk: Dekorierte und kalligraphierte Matten aus Lamu, einer Insel an der ostafrikanischen Swahili-Küste im heutigen Kenia, werden mikeka genannt.
Hier in Dahlem verwahrt das Ethnologische Museum seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert eine Sammlung von zwölf mikeka vom Lamu-Archipel. Diese Matten sind besonders, nicht zuletzt da in acht von ihnen Gedichte in Kiswahili in arabischer Schrift eingeflochten sind.
Die mikeka erzählen mehr als eine Geschichte: Sie sind Träger von Botschaften und zeugen von sozialen Beziehungen. Sie sind eng verflochten mit deutschen kolonialen Interessen und Präsenz im Lamu-Archipel sowie der Witu-Region auf dem gegenüberliegenden Festland im ausgehenden 19. Jahrhundert. Sie verweben Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Die Reproduktion der in den Sammlungen verwahrten Bwana Kisitavu-Matte verdeutlicht exemplarisch, wie die Matten Vergangenheit und Gegenwart miteinander verweben.
Als Archive oraler Literatur sind die kalligraphierten Matten Ausgangspunkt des Gesprächs von Prof. Dr. Anne Eusterschulte (Freie Universität Berlin/EXC 2020) mit Dr. Jasmin Mahazi, Dr. Paola Ivanov und Sophia Bokop vom Kooperationsprojekt ‚Talking Mats: Interwoven Histories - Connecting Peoples‘ über Materialität, ästhetischen Praktiken und die Notwendigkeit, in einen inter-epistemischen Dialog zu treten.
Forschungscampus Dahlem
Lansstraße 8
14195 Berlin
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Eintritt frei. Um Anmeldung wird aus Planungsgründen gebeten.

