März 2022

04Mär20:0022:00Ways of DisagreeingIris Därmann und Michael Heinrich diskutieren über Marx und SklavereiVeranstaltungsart:Gespräch

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Unter den heutigen Bedingungen des Finanzkapitalismus ist vor allem die Arbeitswerttheorie von Karl Marx von ungebrochener Aktualität. Dies liegt an ihrem durch und durch relationalen und sozialen Wertverständnis, das den Wert zum Resultat abstrakter Arbeit erklärt. Die neuere politische Theorie argumentiert jedoch, dass nicht der kapitalistische Warenfetischismus, sondern die Sklaverei im Zentrum der Produktion der Weltgeschichte stehe. Vor diesem Hintergrund diskutiert Ruth Sonderegger (Philosophin, Wien) mit Iris Därmann (Kulturwissenschaftlerin und Philosophin, Berlin) und Michael Heinrich (Politologe, Berlin) über den Stellenwert der Sklaverei bei Marx. Hat Marx die Realität der Sklaverei heruntergespielt, um seinen (eurozentristischen) Fokus auf die Unterdrückung der Lohnarbeiter:innen in Europa zu lenken? Oder stellte die Sklaverei für ihn eine spezifische Form präkapitalistischer Ausbeutung dar, die sich in anderer Form und unter anderen Vorzeichen im Industriekapitalismus fortsetzte?

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