What Matters – Finissage

Sa09Apr19:00Sa22:30What Matters – FinissageVeranstaltungsartFinissage

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Zur Finissage am 9. April werden Screenings und Soundarbeiten gezeigt. Nach dem Hörspiel APOLOGY von Nazanin Noori werden die Filme NO! NO! NO! von Mykola Rydnyi, Sisters von Valentina Petrova und Anna Scherbyna und die Soundarbeit Alarming Symphony von Sasha Kurmaz zu sehen und zu hören sein. Im Anschluss diskutieren die ukrainischen Künstler*innen Mykola Rydnyi (online), Anna Scherbyna und Valentina Petrova über ihre künstlerische Praxis und die Auswirkungen und Logiken des Krieges sowie über Möglichkeiten des Widerstands gegen russische Kriegspropaganda. Während in Russlands Rhetorik von einer „Entnazifizierung” der Ukraine die Rede ist, zeigen sie Kunst und Aktivismus eines demokratischen Landes, in dem freie Meinungsäußerung möglich ist und in dem verschiedene ideologische Gruppen koexistieren.

19 Uhr: Hörspiel: APOLOGY

Zum ersten Teil des Abends um 19 Uhr präsentiert die Stipendiatin der Darstellenden Kunst Nazanin Noori das Hörspiel APOLOGY zum ersten Mal in ganzer Länge. Das lyrische Drama, eine groteske Analyse von Sokrates’ Verteidigungsrede in Platons Apologie des Sokrates, spielt in den Ruinen eines Vergnügungsparks in der christlichen Vorhölle. Die Protagonist*innen warten auf das Urteil eines Totengerichts und werden von einer Kommentatorin, einem Schlagzeug und dem Gesang der Stimme Gottes begleitet. Besucher*innen sind eingeladen, das Hörspiel vor der Kulisse des von Noori entwickelten Bühnenraums in der Ausstellungshalle zu erleben.

20 Uhr

Filme und Gespräch: NO! NO! NO!, Sisters & Alarming Symphony

Am 24. Februar begann Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine. Die ukrainischen Stipendiaten Sasha Kurmaz und Mykola Rydnyi, die mit Videos und Installationen in der Ausstellung What Matters vertreten sind, konnten nicht mehr zur Eröffnung am 12. März anreisen. Im zweiten Teil der Finissage ab 20 Uhr wird Mykola Rydnyi (online) zusammen mit Valentina Petrova und Anna Scherbyna die Filme NO! NO! NO! (2017) und Sisters (2019) mit einem anschließenden Gespräch präsentieren. Die Künstler*innen sind Teil der Aktivist*innengruppe Armed & Dangerous, die seit 2017 ukrainische Künstler*innen zusammenbringt,welche an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst und experimentellem Kino arbeiten. Dabei setzen sie sich besonders mit Phänomenen alltäglicher Gewalt und der Militarisierung der Gesellschaft seit der Annexion der Krim in 2014 auseinander.

Die Held*innen des Films NO! NO! NO! (2017) von Mykola Rydnyi sind junge Menschen aus Charkiw im östlichen Teil der Ukraine. Ein LGBTQI-Aktivist und Poet, ein Model, eine Gruppe Straßenkünstler*innen, ein Entwickler von Computerspielen – die Protagonist*innen sind Anfang zwanzig, als der Krieg im Donbas 2014 ausbricht. 

Sisters (2019) von Anna Scherbyna und Valentina Petrova persifliert die ukrainische anti-feministische „Schwesternschaft der Heiligen Olga”. Der Film analysiert und reflektiert die Darstellung einer anti-feministischen Aktivistin und ihrer verborgenen Sehnsüchte nach Emanzipation und Macht. 

Zudem wird die Soundarbeit Alarming Symphony (5 Min.) von Sasha Kurmaz gezeigt, die er 2021 während seines Atelieraufenthalts in Berlin entwickelte und in der er einen allgegenwärtigen Zustand der Angst, Anspannung und der Turbulenzen reflektiert. Sie setzt sich aus den Klängen von sieben unterschiedlichen Alarmgeräten zusammen, welche in unterschiedlichen Städten in der Ukraine aufgenommen wurden.

Im Gespräch diskutieren Mykola Rydnyi, Anna Scherbyna und Valentina Petrova über ihre künstlerische Praxis und die Auswirkungen und Logiken des Krieges sowie über Möglichkeiten des Widerstands gegen russische Kriegspropaganda. Während in Russlands Rhetorik von einer „Entnazifizierung” der Ukraine die Rede ist, zeigen sie Kunst und Aktivismus eines demokratischen Landes, in dem freie Meinungsäußerung möglich ist und in dem verschiedene ideologische Gruppen koexistieren.

Die Ausstellung ist am Abend der Finissage bis 22.30 Uhr geöffnet.

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Zeit

9. April 2022 19:00 - 22:30(GMT+02:00)

Akademie der Künste - Hanseatenweg

Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

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