In unserer Rubrik Fragebogen.doc stellen wir in loser Folge aktuelle literaturwissenschaftliche Promotionsprojekte aus Berlin vor.
Heute: Fanny Helena Wehner vom EXC 2020 Temporal Communities (Freie Universität Berlin), dem Institut für Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL).
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The talk focuses on the concept of soft authoritarianism, highlighting the blurring of the distinction between democracies and autocracies, as formally democratic means such as
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The talk focuses on the concept of soft authoritarianism, highlighting the blurring of the distinction between democracies and autocracies, as formally democratic means such as parliamentary majorities, laws, and regulations are increasingly being used to further illiberal, authoritarian ends in polities across the world. It delineates the contradictory logics of soft authoritarian discourses and practices, and also explores their affective aspect. Shalini Randeria argues that this kind of rule is characterised by repressive reproductive policies coupled with a majoritarian demographic imagination, fuelling resentment and exclusionary politics. Academic freedom and university autonomy are also casualties of soft authoritarianism, as is evident in countries such as Hungary and the USA. However, the talk concludes on an optimistic note, offering a preliminary analysis of student movements that successfully ended soft authoritarian rule in Sri Lanka, Bangladesh, and Nepal. These movements are now striving to sustain the momentum for fundamental change.
Shalini Randeria is Rector Emerita at the Central European University (CEU) in Vienna, Deputy Chair of the Class of Social and Related Sciences at the Academia Europaea, and holds the Worlds of Contradiction (WOC) Excellence Chair at the University of Bremen. She has published widely in English and German on topics such as soft authoritarianism, academic freedom, the globalization of law, state, and policy; reproduction and gender, civil society and social movements; processes of juridification and justice-seeking by ordinary citizens as well as post-colonial theory. Among her recent publications are the edited volumes and special issues: Soft Authoritarianism, Special Issue of Global Society (in press); Kapitalismus im 21. Jahrhundert (2021); Forum on Seed Activism: Journal of Peasant Studies (2020); Social Science at the Crossroads (2019); Wenn Demokratien demokratisch untergehen (2019). Her podcast ‘Democracy in Question’, has over 120 episodes, and is currently in its 12th season.
In English
Organized by
Franziska Fay, Ferdiansyah Thajib, Ehler Voss, and Martin Zillinger
Funded by the interdisciplinary and collaborative research platform Worlds of Contradiction (WOC) at the University of Bremen, the Collaborative Research Center (CRC) Media of Cooperation at the University of Siegen, and the Global South Studies Center (GSSC) at the University of Cologne, in cooperation with ICI Berlin.
How to Attend
In-person only (no online attendance / no livestream available).
At the venue (registration required): Please register here.
Event Type
Zeit
ICI Berlin
Christinenstr. 18-19ICI Berlin
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Zu „Die Holländerinnen“ Mit Terézia Mora (Schriftstellerin), Prof. Malek Bajbouj (Professor für Psychiatrie und Affektive Neurowissenschaften, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité)MODERATION
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Zu „Die Holländerinnen“
Mit Terézia Mora (Schriftstellerin), Prof. Malek Bajbouj (Professor für Psychiatrie und Affektive Neurowissenschaften, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité)
MODERATION André Mumot
Mit Die Holländerinnen hat Dorothee Elmiger einen Roman über das Unfassbare geschrieben, über den Schatten der Schuld, der an die Ränder der Zivilisation führt und europäische Gewaltgeschichte im Dickicht des Urwalds von Panama aufspürt.
Ausgehend von Elmigers Erzählung trifft die mehrfach preisgekrönte Schriftstellerin Terézia Mora auf den „Traumaforscher“ Malek Bajbouj. Beide erforschen auf unterschiedliche Weise traumatische Erfahrungen, die sich häufig einer normalen, geschlossenen Erzählung entziehen. Trauma ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass ein Ereignis nicht problemlos in eine zusammenhängende Geschichte integriert werden kann. Wie lässt sich dennoch davon erzählen?
Trauma, Gewalt und Fremdheit gehören zu den zentralen Themen in Terézia Moras Werk. In Büchern wie Alle Tage, Das Ungeheuer oder Muna oder die Hälfte des Lebens hat sie das Unbeschreibliche in Sprache und in die Form eines Textes übersetzt – und die Grenzen der literarischen Darstellbarkeit ausgelotet. Zurzeit schreibt sie an einem Buch, dessen Ausgangspunkt ein familiäres Trauma ist, das im Zusammenhang mit der Vertreibung ihrer deutschsprachigen Familie aus Ungarn steht.
Malek Bajbouj ist Psychiater und Neurologe und behandelt vielfach geflüchtete Menschen mit traumatischen Erfahrungen. Ihn beschäftigt die Frage, ob man Traumata heilen kann, obwohl sich ihre Schäden anscheinend vererben. Im Rahmen seiner Arbeit wendet er Methoden der narrativen Expositionstherapie an, ein therapeutisches Verfahren autobiografischen Erzählens, um Traumata aufzulösen.
Was geschieht mit Erinnerungen, wenn etwas so gewaltvoll ist, dass es sich einer Geschichte entzieht. Und wie schreiben sich solche Erfahrungen in Menschen, Gemeinschaften und Folgegenerationen ein? Wie können wir den Kreislauf von Leid und Gewalt erkennen und durchbrechen? Und welche Möglichkeiten eröffnen sich durch das literarische Schreiben?
Event Type
Zeit
Deutsches Theater
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Professor für Politikwissenschaft, Princeton University Amerika nach 250 Jahren – Versprechen, Krise, Zukunft Gesprächsleitung: Carlos Fraenkel, Potsdam
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Professor für Politikwissenschaft, Princeton University
Amerika nach 250 Jahren – Versprechen, Krise, Zukunft
Gesprächsleitung: Carlos Fraenkel, Potsdam
Eine Kooperation mit dem Nikolaisaal Potsdam
Im Rahmen von „What’s to celebrate? America at 250“
Event Type
Zeit
Einstein Forum
Am Neuen Markt 7, 14467 PotsdamEinstein Forum
Neulich in Berlin
Hindernis, Befreiung, Streitpunkt: Literarische Unverständlichkeit
Zum Workshop „Huh? Literary Incomprehensibility” an der FU Berlin.
So reden echte Leute
Im Februar 2026 veröffentlichte der Dramatiker und Hausregisseur des Maxim-Gorki-Theaters Hakan Savaş Mican seine acht Theaterstücke aus den letzten 16 Jahren in zwei Bänden beim Theaterverlag rua. Zweifellos hat Mican das postmigrantische Berliner Theater entscheidend geprägt. Aber wie lassen sich die multimedialen und kollaborativ entstandenen Stücke auf die Buchseite übersetzen? Das Gorki hat seine Stadt-Trilogie noch einmal gespielt und die neuen Bücher vorgestellt.
Eine Kunst des Vergessens?
Inwiefern wohnt der Literatur das Potenzial inne, dem Vergessen eine oder mehrere Formen zu verleihen und es dadurch spürbar, greifbar zu machen? Wann, warum und auf welche Weise vergessen Texte oder Figuren bestimmte Dinge? Die Jahrestagung der Friedrich Schlegel Graduiertenschule stand 2025 unter dem Thema „Forget it? Formen des Vergessens in der Literatur“.
Löcher in der sprachlichen Existenz
80 Jahre nach der Gründung des DDR-Schriftstellerverbands und 35 Jahre nach seiner Auflösung wurden im Berliner Haus der Poesie die Möglichkeiten von Literatur damals und heute besprochen. Das hätte das Potenzial gehabt, Literatur als Epochenspiegel zu denken – führte aber hauptsächlich zu unverhofft aufschlussreichen Diskursschleifen.
Traum und Kritik
Der Surrealismus ist genau diejenige Praxis, die zur kritischen Theorie passt, schreibt Elisabeth Lenk. Ein Workshop am Centre Marc Bloch widmete sich nun ihrem in Vergessenheit geratenen Werk, das eine Brücke zwischen den beiden vermeintlich so disparaten Strömungen bildet.
(Un)ordentliche Texte
Ist es tatsächlich Aufgabe der heutigen Kunst, Chaos in die Ordnung zu bringen, wie Theodor Adorno schreibt? Die Frage zur Beziehung von Literatur und Un-Ordnung in der Moderne wurde im Oktober im Rahmen der Nachwuchstagung Schreiben als Un-Ordnen in der Literatur ab dem 20. Jahrhundert an der HU Berlin verhandelt.
Alle Veranstaltungen für Literaturwissenschaftlerinnen in Berlin
Positionen
Nach dem Krieg
Das Kannibalische ist eine kolonial geprägte Figur des Anderen – aber geht es darum noch, wenn um 1920 in der deutschsprachigen Literatur gefressen, verschlungen, verdaut, angeeignet und zersetzt wird?
Berlin als Jewish Space?
In der jüdischen Gegenwartsliteratur geht es in den letzten Jahren vermehrt um Berlin. Dabei setzen sich die Texte mit romantisierenden Imaginationen eines ‚jüdischen Berlins‘ auseinander – und entwickeln widerständige Gegenbilder.
Schwangerschaft, Mutterschaft, Erschöpfung
Debatten um Sorgearbeit, Schwangerschaft und Mutterschaft werden seit den späten 2010er Jahren in aktivistischen, feuilletonistischen und literarischen Texten verstärkt mit den Themen Belastung, Überforderung und Erschöpfung verknüpft, wie an den Schlagworten Mental Load oder Regretting Motherhood deutlich wird. Diese Debatten sind jedoch bei Weitem nicht neu – auch nicht in der Literatur –, wie ein Blick zurück auf die Zeit der ersten Frauenbewegung zeigt.
Erweitern und Verdichten. Über kleine Formen
Unter dem Titel „Geistesgegenwart und Nachdenklichkeit. Kleine Formen der Intervention“ trafen sich am 6. und 7. Juli 2023 an der TU Dresden Forschende mit dem Ziel, kleine Formen und künstlerische Intervention zusammenzudenken.
Infrastrukturen. Über eine Theoriemetapher in den Geisteswissenschaften
In den letzten Jahren hat sich das geisteswissenschaftliche Interesse am Begriff der Infrastruktur intensiviert. Was leistet er – und welches Versprechen treibt seine Theoretisierung an?
Was heißt ‚Weltliteratur‘?
Nach dem Ende des Kalten Krieges waren die methodischen Prämissen der Weltliteraturforschung kaum ein Gegenstand der Diskussion. Mit Siraj Ahmed und Galin Tihanov haben jetzt zwei Autoren diese Prämissen hinterfragt.
Im Gespräch mit ...
Für uns als Menschen sehr interessant
Unlesbare Schrift löst Wut und Wissensdrang aus. Barbara Bausch von der FU Berlin im Gespräch über Maschinen, die lesen, wonach Kunst und Wissenschaft gemeinsam streben und über den neuen Band Illegibilities Reflecting Reading.
Berlin Syndrome
Russian playwright Polina Borodina talks about protest, censorship, and navigating the cultural landscape in Berlin.
„Und dann sind die Leute einfach nicht gegangen“
Seit 2017 betreibt ein Kollektiv aus aktuell 13 Akademiker*innen und Kulturarbeiter*innen den Schöneberger Projektraum diffrakt | zentrum für theoretische peripherie.
Vom Verblassen der Bilder
Soeben erschien die vierte Ausgabe der Online-Zeitschrift Bildbruch , die von einem in Berlin und Basel ansässigen Redaktionsteam herausgegeben wird und neue Studien im Bereich der Metaphorologie versammelt. Wir haben mit Sina Dell’Anno (Basel) und Simon Godart (Berlin) über das Aufbauen eines eigenen Online-Journals und die Macht der Sprachbilder gesprochen.
Politik des Übelnehmens
Mit dem Erstarken des Rechtspopulismus ist das „Ressentiment“ zu einer beliebten gesellschaftspolitischen Diagnose avanciert. Der Philosoph Dirk Setton geht in seinem aktuellen Forschungsprojekt der Funktionsweise des schillernden Begriffs nach.
Weaponizing Verse on the Battlefield
Jihadist groups such as the so-called Islamic State are known for their cunning propaganda. Kurstin Gatt examined their discursive and communicative strategies, focusing on a lesser-known tool: poetry.


